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Deutschland holt Gold und Silber bei der Kanu Sprint WM

Verfasst am Montag, 12. Juni 2023, 11:30 Uhr von Angela Merten
Freude bei den deutschen K 1 Herren von M.Stenglein  2

Die Herrenteams im C1 und K1 können sich über Podestplätze freuen

Die französischen Paddlerinnen und Paddler bewiesen bei der Weltmeisterschaft im Wildwasser Sprint auf dem Augsburger Eiskanal einmal mehr ihre Stärke. Mit 5 mal Gold, 3 mal Silber und 4 mal Bronze zeigten sie sich als bestes Team und stellten mit Laura Fontaine und Charles Ferrion die neuen Weltmeister im Canadier Einer (C1) der Damen und Herren sowie mit Elsa Gaubert / Margot Beziat im Canadier Zweier (C2) der Damen. Gold holten sie auch im K1 Team der Damen und C2 der Herren. Eine überzeugende Vorstellung bot auch Marie Nemcova aus Tschechien, die Weltmeisterin im Kajak Einer (K1) wurde, Vizeweltmeisterin im K1 Team und im C1 Rang drei belegte. Für den Deutschen Kanuverband lief es zunächst nicht nach Wunsch bei dieser WM.

In den Einzelwettbewerben und auch im C2 blieben die 14 Finalisten des DKV vor rund 4.500 Besuchern an allen Tagen ohne Medaille. Entsprechend enttäuscht war Bundestrainer Gregor Simon: „Mit so vielen Teilnehmern in den Finalrennen erhofft man sich natürlich schon die eine oder andere Medaille, aber leider konnten unsere Athletinnen und Athleten die Leistung nicht umsetzen! Yannick Lemmen, der als Vorlaufschnellster gestartet war, hatte nur einen kleinen Fahrfehler, aber das genügte, um auf Platz fünf zurückzufallen.“

Lemmen hatte im Finale viel Druck, nachdem er im ersten Vorlauf für die Bestzeit gesorgt hatte. „Es ist besonders mental sehr schwierig, zwei Rennen so kurz hintereinander zu gewinnen, und natürlich liegt die Spitze so dicht zusammen, dass eine knappe Sekunde langsamer nur noch für Platz 5 reicht.“ Seine Zeit von 60.00 Sekunden aus der Qualifikation wäre für Silber gut gewesen.

Am Nachmittag bei den Teamwettbewerben verbesserte sich die Situation deutlich. Somit blieben auch die Augsburger Kanutinnen und Kanuten nicht ohne Podestplätze. Normen Weber holte sich bei seinem dritten Start endlich die ersehnte Medaille. Und es wurde Gold im C1 Team zusammen mit Tim Heilinger und Ole Schwarz. „Im Einzel hatte ich leider einen Fahrfehler, den ich in 50 Rennen nur einmal mache. Und anstatt mich darauf zu fokussieren, schnellstmöglich ins Ziel zu kommen ist mein Arm schwer geworden und ich habe zwei weitere Wellen nicht so erwischt, wie ich es wollte.“ Umso glücklicher war er über seinen Sieg mit der Mannschaft und seinen fünften Weltmeistertitel.

Ebenso glücklich über Silber war Yannick Lemmen, der im K1 Team mit Björn Beerschwenger und Marcel Blum Rang 2 belegte. Lemmen freute sich ganz besonders, weil er seine Karriere beenden wird. Ein weiterer dritter Platz von Weber kann leider nicht mit einer Medaille belohnt werden: Im C2 Team waren nur vier Nationen am Start, sodass das Rennen nicht offiziell gewertet werden kann.

Sabine Füsser war mit ihrer Leistung sehr zufrieden: „Ganz ehrlich, ich bin 48 Jahre alt und stehe bei einer WM im Finale und schließe als beste Deutsche ab. Von der großartigen Stimmung am Eiskanal habe ich wenig mitbekommen, weil ich voll im Tunnel war.“ Viel Pech hatte sie im K1 Mannschaftsrennen als sie ihr Team klar auf Medaillenkurs führte, aber Jill Sophie Eckert kurz vor dem Ziel auf einen Block fuhr und sich drehte.

Für das beste deutsche Ergebnis am Vormittag sorgte Sabrina Barm (Kanu Schwaben Augsburg) mit ihrer Partnerin Constanze Feine im Canadier Zweier der Damen. „Wenn man ins Ziel kommt und es leuchtet die 1 auf, hofft man natürlich auf eine Medaille und ist enttäuscht, wenn es am Ende Rang 4 wird.“ Dafür, dass die beiden Damen erst seit rund zwei Wochen miteinander trainieren eine beachtliche Leistung.

Auf ein großes Nachwuchs-Potential in dieser Sportart und auf eine intensive Vorbereitung führt Frankreichs Chef-Trainer Pierre Michel Crochet die Erfolge seiner Sportlerinnen und Sportler zurück. „Wildwasser Abfahrt ist in Frankreich sehr populär, es gibt genügend Nachwuchs. Deshalb können wir unsere Teams auch immer ganz gut erneuern“, sagte er. „Ich habe versucht, im Team für diese WM eine Mischung hinzukriegen, mit erfahrenen Teilnehmern, die Chancen auf Medaillen haben, und Jüngeren, die wir an diese Wettbewerbe heranführen.“ Zudem habe er mit der Mannschaft intensiv für die WM trainiert, unter anderem im Mai auf dem Eiskanal. Auch die gute finanzielle Ausstattung durch den französischen Verband sei eine wichtige Voraussetzung, um eine gute Mannschaft in die internationalen Wettbewerbe zu schicken. Den Eiskanal habe er schon 2011 bei der ersten Weltmeisterschaft im Wildwasser Sprint erlebt. „Der Kurs ist technisch sehr herausfordernd. Das Wasser schiebt oft sehr heftig. Man muss sehr gut sein, um diese Strecke zu meistern. Der französische Cheftrainer machte Stadt und WM-Ausrichter ein großes Kompliment. „Der Eiskanal ist ja schon vor vielen Jahren gebaut worden, aber man hat ihn gut gepflegt und entwickelt. Er ist eine sehr gute Sportstätte in einem schönen Park. Und wir wissen ja, wie exakt die Deutschen organisieren, das ist für die Sportler und auch die Trainer sehr angenehm. Die Zuschauer hier im Park machen eine sehr angenehme Atmosphäre. Vielen Dank an Augsburg, vielen Dank an den Verein, der diese WM organisiert hat."

Text: Kanu Schwaben Augsburg - Marianne Stenglein

Bildquelle Startbild: Kanu Schwaben Augsburg


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