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Sideris Tasiadis holt Silber am letzten Tag der EM

Verfasst am Sonntag, 29. Mai 2022, 17:15 Uhr von AM
DSC05899 Sideris Tasiadis C1 -c-Uta Büttner

Seine Vereinskameradin Elena Lilik fuhr sich im Finale der C 1 Damen auf den fünften Platz

Beim letzten Kanuslalom-Wettkampf bei den Europameisterschaften im slowakischen Liptovsky-Mikulas gab es am Sonntag die erste und damit einzige Einzelmedaille für das Deutsche Team. Olympia-Bronzegewinner Sideris Tasiadis paddelt in einer starken Vorstellung zu Silber im Canadier-Einer.

Lediglich in Olympiasieger Benjamin Savsek aus Slowenien findet er seinen Meister, der dem Augsburger Kanu-Schwaben noch einmal 57 Hundertstelsekunden abnimmt. Dritter wurde Miquel Trave aus Spanien.

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Im Ziel entlud sich die ganze Anspannung des 32-Jährigen, als er seine Zeit von 100,01 Sekunden aufblinken sah. Seine Schreie waren im Wildwassergetose meterweit zu hören, die Faust geballt. „Als ich die Zeit sah, wusste ich, es könnte für einen Podiumsplatz reichen.“ Denn er war schneller als der Halbfinalsieger. „Eigentlich wollte ich noch einen Tick schneller sein, die 100 knacken. Aber ich hatte hier und da ein paar kleine Fahrfehler drin, wo ich ein bisschen zu kämpfen hatte, dass ich auf die Linie zurückkomme.“ Aber für ihn sei es ein guter Einstig beim ersten internationalen Wettkampf nach den Olympischen Spielen.

Der zweite deutsche Finalist Franz Anton vom Leipziger KC paddelt auf den fünften Rang. „Die Grundgeschwindigkeit stimmt. Im Halbfinale habe ich einen soliden Lauf gezeigt. Im Finale haben am Ende ein paar Kleinigkeiten die Medaille gekostet“, resümierte der 32-Jährige.

Mit Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) und Nele Bayn (Leipziger KC) standen auch zwei deutsche Canadier-Damen im EM-Finale, sie paddelten auf den fünften und neunten Rang. Gold, Silber und Bronze gingen an die Britin Mallory Franklin, Marjorie Delassus aus Frankreich sowie Tereza Fiserova aus Tschechien. Die Weltmeisterin aus Augsburg war schnell unterwegs, bis sie an dem kleinen Wasserfall, die Schlüsselstelle des schwierigen Kurses fast ihr Paddel verloren hätte. „Da hatte ich ein paar Probleme, als mich eine Welle aus dem Konzept brachte“, erzählte Lilik. Die Folge einer kleinen Unaufmerksamkeit mit Folgen. „Dann musste ich eine Rückwärtsdrehung machen, die so nicht geplant war, die mich natürlich viel Zeit gekostet hat.“ Dennoch sei die 23-Jährige in Summe zufrieden. Mehr als zufrieden ist die Leipzigerin. Bereits mit ihrer Finalteilnahme sicherte sie sich das WM-Ticket für Augsburg. Auch wenn der Endlauf nicht nach Wunsch verlief. „Am Anfang habe ich bereits eine Rückwärtsdrehung eingebaut, die so nicht geplant war.“ Auch beim kleinen Wasserfall ließ sie im Gegensatz zum Halbfinale Zeit liegen. „Ich kann noch sehr viel lernen, und das werde ich auch“, sagte die 22-Jährige nach ihrer ersten EM. „Am meisten freue ich mich natürlich, dass ich den Leistungsnachweis für die WM gebracht habe.“ Und das immerhin gleich beim ersten internationalen Wettkampf.

Die beiden anderen Deutschen, Andrea Herzog (Leipziger KC) und Timo Trummer (KV Zeitz) waren bereits in Qualifikation ausgeschieden. Bei der gesundheitlich angeschlagenen Olympia-Bronzegewinnerin klappte bei der EM leider nichts. Erkältung und Trainingsausfall forderten ihren Tribut. Heute, am Sonntag sagte die 23-Jährige, „ich bin schon nahezu wieder gesund.“ Entsprechend muss sie aktuell keine Wettkämpfe auslassen. Denn auch ihr war es zur nationalen Qualifikation Anfang Mai in Augsburg nicht gelungen, den vom Deutschen Kanuverband geforderten Leistungsnachweis zu erbringen. Nächste Chance, unter die Top-16 zu fahren, hat die Leipzigerin beim Weltcup in Prag vom 11. bis 12. Juni. Trainingskollege Trummer konnte in den EM-Qualifikationsläufen sein Können nicht zeigen. Sechs Strafsekunden im ersten Lauf waren zu viel, im Hoffnungslauf berührte der Zeitzer zwar nur einmal einen Torstab, allerdings verlor er im mittleren Teil der Strecke zu viel Zeit. Dennoch gab es mit dem Team-Gold noch einen Grund zum Feiern für den Zeitzer. „Ein bisschen Versöhnung ist das schon. Natürlich wäre ich gerne im Halbfinale gewesen. Aber so fahre ich jetzt nicht mit so einem ganz schlechten Gefühl nach Hause“, resümierte der Zeitzer.

Cheftrainer Klaus Pohlen zeigte sich zufrieden über den Wettkampftag in den Canadierbooten. „Es gab nicht die große Anzahl von Torstabberührungen wie in den Kajakwettbewerben.“ Entsprechend hatten auch alle vier Deutschen den Einzug in das Finale geschafft. „Was Sideris heute gezeigt hat, das war schon ein Top-Lauf. Das war nahe am Ideal. Man muss neidlos anerkennen, dass noch einer ein paar Zehntel schneller war. Immerhin ist Savsek der Olympiasieger von Tokio. Von daher gehen wir mit einem relativ positiven Gefühl auch wieder nach Hause.“

Text und Bildquelle:  DKV/Mediamanagerin Uta Büttner


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