Meisterfeier TSV Friedberg
Written by admin on Mai 13th, 2013
Der TSV Friedberg hat seine Saison in der 3. Liga Süd standesgemäß beendet. Mit einem 34:23 (14:8) Heimsieg gegen die HSG Konstanz läuteten die Handballer die große Meisterfeier ein.Die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte endete am Samstag. Mit dem Gewinn des BHV – Pokals und der Meisterschaft in der 3. Liga Süd hat der TSV Friedberg zwei kräftige Ausrufezeichen gesetzt. Im letzten Spiel der Saison wollten sich die Herzogstädter nach zwei Auswärtsniederlagen erfolgreich von ihren Fans verabschieden. Konstanz hielt bis zum 6:6 nach 18 Minuten mit, dann begann sich Friedberg abzusetzen. Für beide Teams ging es sportlich um nichts mehr, das merkte man anfangs am geringen Tempo der Partie.
Der Gästetorwart schimpfte seine Vorderleute in den ersten zehn Minuten zweimal aufs heftigste aus, weil nach dem Ballgewinn niemand den Sprint zum Gegenstoß anzog. Konstanz machte seine Tore fast ausschließlich über den starken Kreisläufer, den der TSV erst nach und nach in den Griff bekam. Das 6:6 sollte der letzte ausgeglichene Spielstand bleiben. In den nächsten zehn Minuten kassierte Friedberg keinen Gegentreffer und setzte sich bis auf 12:6 ab. Die 14:8 Halbzeitführung war verdient, die Friedberger Abwehr dominierte jetzt die Partie. In der Pause durften die drei Gewinner des Wettbewerbs der Proeller – Apotheken zum Siebenmeterwerfen antreten. Geschäftsführer Kay Greiner stellte sich selbst ins Tor und versuchte, die jungen Schützen durch seine Körpergröße zu verunsichern. Der junge Paul Hoffmeister hielt dem Druck als einziger stand, sein Treffer ins rechte untere Eck machte ihn zum Sieger des Wettbewerbs. Ein 30 Euro – Gutschein für die Proeller – Apotheken und ein TSV – Meisterschal waren der Lohn für seine Nervenstärke.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig an der Friedberger Überlegenheit. Konstanz kam kaum noch zu Toren, Friedberg hatte leichtes Spiel. Die Mannschaft baute ihren Vorsprung immer weiter aus. Nach 40 Minuten führten die Hausherren mit 21:14, nach 50 mit 27:19. Die Partie war entschieden, in der Schlussphase zauberte Friedberg noch ein wenig und unterhielt seine Fans so ausgezeichnet. Das 34:23 (14:8) zog einen hübschen Schlussstrich unter die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. DHB – Vizepräsident Georg Clarke überreichte nach dem Abpfiff den Meisterschaftswimpel.
Goldenes Konfetti regnete herab, als die Mannschaft auf dem Parkett zu feiern begann. Im Restaurant Vitalis ging es dann mit 50 Litern Freibier weiter. Abteilungsleiter Dr. Johannes Bauer erwähnte in seiner Rede die vielen Helfer, ohne die diese erfolgreiche Saison nicht möglich gewesen wäre. Unter anderem erfuhr Benedikt Luderschmid, der für die erste Mannschaft seit vielen Jahren den wichtigen Part des Organisators im Hintergrund übernommen hat, die Anerkennung, die er verdient. Überragend war zudem die Arbeit des Physioteams Sylvio Weißenborn und Tobias Rupp und des Athletiktrainers Frank Roßner. Nach 30 anstrengenden Spielen in einer Saison, die inklusive Vorbereitung vom Juli bis in den Mai ging, hatte kein Spieler muskuläre Probleme oder andere Belastungsschäden. Drei Spieler wurden verabschiedet. Jan – Marco Behr geht zurück zu Neuhausen/Erms, Jonas Link wechselt nach Erlangen. Auch der chilenische Nationalspieler Harald Feuchtmann verlässt den Verein.
Trainer Hartmut Mayerhoffer hatte am Samstag ebenfalls seinen letzten Auftritt für den TSV. Der Coach, dem Friedberg so viel verdankt, wechselt zum Zweitligisten Bietigheim. In seiner emotionalen Abschiedsrede bedankte er sich beim sportlichen Leiter Florian Antony, der vor vier Jahren gemeinsam mit ihm nach Friedberg kam: „Toni ist für mich so etwas wie ein Bruder im Geiste. Gemeinsam mit ihm war es uns möglich, die Friedberger Philosophie voranzubringen. Junge Spieler mit großem Talent zusammen mit einigen erfahreneren Akteuren, die spielerisch und vor allem charakterlich zu uns passen, in den Kader zu integrieren, das ist der Weg, den der Verein seit vielen Jahren erfolgreich geht. Das hat uns zu diesem Höhepunkt geführt mit dem Gewinn der Meisterschaft und des BHV – Pokals. Aber mein besonderer Dank geht an meine Familie, die es mir erlaubt hat, so viel Zeit zu investieren in den Handball. Ich werde dem TSV Friedberg immer emotional verbunden sein und nie vergessen, was der Verein, was die Spieler für mich ermöglicht haben.“
Seine Nachfolger Harald Rosenberger und Manuel Vilches – Moreno werden in der kommenden Drittligaspielzeit diese erfolgreiche Arbeit fortführen. Die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte hat durch den Verzicht auf den Zweitliga – Aufstieg kein Happy End. Doch an diesem Abend konnte nichts die Feier des TSV Friedberg trüben.
V. Petersdorff (1. – 43.); M. Luderschmid (43. – 60.); J. Luderschmid (8); Wagenpfeil (1); Ilic (4); Antony; Maier – Hasselmann (2); Link (5); Feuchtmann (1/1); Scholz (6/1); Dittiger (2); Prause; Behr (5).
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Friedberg lädt ein zum letzten Saisonspiel
Written by admin on Mai 10th, 2013
Zum Abschluss der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte lädt der TSV Friedberg am Samstag ein. Ab 19 Uhr treffen die Handballer in der TSV – Halle auf die HSG Konstanz. Die Mannschaft vom Bodensee traf bereits zum Abschluss der Hinrunde auf die Herzogstädter. Damals war dieses Duell das entscheidende Spiel um die Herbstmeisterschaft.Das 22:22 nach 60 spannenden und hochklassigen Minuten bescherte dem TSV die Ehre, auf dem ersten Rang in die Winterpause gehen zu dürfen. Den gab Friedberg nicht mehr ab. Konstanz hingegen hatte in der Rückrunde ein wenig Verletzungspech und fiel bis auf den fünften Platz zurück. Am letzten Spieltag besiegte die HSG Kirchzell mit 28:27. Der Meister trifft auf eine starke Mannschaft. Konstanz hat einen Kader, der seit vielen Jahren zusammen und daher sehr eingespielt ist. Ihre 6 – 0 – Abwehr stellt jeden Gegner vor große Probleme.
Matthias Faißt ragt als Shooter aus dem Rückraum immer ein wenig aus dem stabilen Mannschaftsgefüge heraus. Mit Yannick Schatz und Gerrit Bartsch, der vor der Saison vom Bundesliga – Aufsteiger Minden kam, besitzt die HSG zwei sehr spielstarke Mittespieler. Friedberg kann am Samstag nicht in Bestbesetzung antreten. Manuel Vilches – Moreno muss wie schon am letzten Wochenende wegen Knieproblemen passen, natürlich fehlt auch Max Segmüller nach seinem Kreuzbandriss. Außerdem fällt Andreas Knorr aus, er ist erkrankt. Trainer Hartmut Mayerhoffer feiert nach vier erfolgreichen Jahren seinen Abschied vom TSV: „Für mich ist das keine einfache Situation.
Die Zeit beim TSV Friedberg wird mir immer als sehr angenehm in Erinnerung bleiben. Es hat großen Spaß gemacht, mit den vielen netten und kompetenten Menschen im Verein zusammen arbeiten zu dürfen. Für den Samstag hat sich die Mannschaft noch einmal vorgenommen, alles zu geben und den Friedberger Fans einen tollen Abschluss zu bieten. Wir alle wollen diesen Sieg, die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte soll standesgemäß enden.“
TSV Friedberg gewinnt den BHV Pokal
Written by admin on Mai 1st, 2013
Der TSV Friedberg hat den BHV – Pokal gewonnen. Im Final Four in der TSV – Halle nutzten die Handballer ihren Heimvorteil. Friedberg war aber in diesem Tag nicht die erste Mannschaft, die in die Halbfinals einstieg. Vor der Friedberger Begegnung gab es ein spannendes 28:27 für Rimpar, den Meister der 3. Liga Ost, gegen den Zweiten der Oststaffel aus Bad Neustadt.Man konnte die Klasse des kommenden Zweitligisten in diesem packenden Fight deutlich erkennen. Danach kam es zum Duell der Friedberger U23 – Mannschaft mit dem TSV Allach. Die Friedberger Vereinsführung hat beschlossen, im Pokalwettbewerb mit einer U23 Auswahl aus Erster, Zweiter und A – Jugend anzutreten. Der Landesligist aus München hatte nur knapp den Abstieg vermeiden können und war gegen eine entschlossene Mannschaft der Gastgeber chancenlos.
Zur Pause führte Friedberg mit 20:7, die Partie war damit entschieden. Mit einem souveränen 44:15 (20:7) Sieg zog der TSV in das Finale um den BHV – Pokal ein. Dort wartete Rimpar. Es entwickelte sich eine offene, äußerst umkämpfte Begegnung. Friedbergs junge Mannschaft war bestens aufgelegt und nahm den Fight an. Die Abwehr arbeitete sehr aggressiv gegen ihren Gegner, der mit seiner Klasse dagegen hielt. Immer wieder schaffte es Rimpar, auf zwei Treffer wegzuziehen. So konnten sich die Unterfranken zur Pause auf 15:17 absetzen. Aber die Herzogstädter blieben immer dran und schafften es, das Ergebnis wieder auszugleichen. Die Mannschaft blieb ruhig und vertraute auf ihre Stärken. Es sollte sich auszahen. Die Schlussphase war sehr spannend. Zwischen dem 22:22 und dem 25:25 gelang es keinem Team, sich abzusetzen. Rimpar zog dann auf 25:27 davon, jetzt waren noch vier Minuten auf der Uhr. Friedberg mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte und vernagelte das Tor. Rimpar traf nicht mehr, und die Herzogstädter drehten mit drei Toren in Folge die Partie. Das 28:27 fiel 30 Sekunden vor dem Ende, und auch im letzten Angriff schaffte Rimpar keinen Treffer. So gewann eine überglückliche U23 – Mannschaft, bei der nur Jonas Link nicht zum Stammpersonal in den vorherigen Runden gehört hatte, den BHV – Pokal. Betreut wurde die Mannschaft von Hartmut Mayerhoffer und Marcus Wuttke.
Wuttke zog folgende Bilanz: „Das war heute in beiden Spielen ein Triumph der mannschaftlichen Geschlossenheit. Egal, wen Harti und ich gebracht haben, er hat alles gegeben. Die Abwehr war herausragend gegen den bald Zweitligsten. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einer U23 – Auswahl sehr schlagkräftig sind, das ist wichtig für die Nachwuchsförderung beim TSV.“
V. Petersdorff; M. Luderschmid; Wagenpfeil (1); Scholz (5/1); Heekeren; Prause (2); Pupeter (1); Feuchtmann (2); Bernhard; J. Luderschmid (7); Maier – Hasselmann (3); Link (5); Dittiger (2); Abstreiter.
Haunstetten Handball, Ausklang nach Maß
Written by admin on April 30th, 2013
Haunstettens Handballfrauen beenden Saison mit AuswärtssiegDas I-Tüpfelchen auf eine überragende Saison setzten die Drittliga-Handballerinnen aus Haunstetten mit einem 28:21 Auswärtserfolg beim TV Möglingen. Die Vorzeichen waren nicht günstig, da der TSV zunächst nur acht einsatzfähige Feldspielerinnen aufbieten konnte. Die Württembergerinnen als Tabellensechster wollten ihrem scheidenden Trainer Krause zum Abschied einen Heimerfolg präsentieren und gingen dementsprechend motiviert in die Partie.
Die ersten Minuten gehörten klar den Gastgeberinnen, die sich schnell auf 3:1 absetzen konnten. Zunehmende Deckungsstabilität brachte den TSV ins Spiel zurück, so dass sich keine der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorteil erarbeiten konnte. Bei geringerer Fehlerquote wäre allerdings für die Gäste mehr als nur eine 12:11-Führung zur Pause drin gewesen. Im zweiten Durchgang zunächst das gleiche Bild: Einem Treffer der Einheimischen folgte postwendend Haunstettens Antwort. In der 45. Minute gelang Lydia Kurstedt mit dem 19:16 erstmals eine deutlichere Führung, die der TSV zäh verteidigte und in den Schlussminuten dann sogar noch komfortabel ausbauen konnte. Kreisläuferin Franziska Hochmair bracht es nach dem Spiel auf den Punkt:”Heute hat die Mannschaft wieder einmal gezeigt, dass sie gerade in schwierigen Situationen im Stande ist, eng zusammen zu rücken. Dieser Zusammenhalt war seit Saisonbeginn schon unsere große Stärke.”
Schlüssel zum Erfolg war einmal mehr eine großartige Abwehrleistung, gegen die Möglingen nicht die entscheidenden Mittel fand. Überhaupt war es über die gesamte Saison hinweg die aggressive und bewegliche Defensivleistung, die dem TSV einen niemals erwarteten vierten Rang in der Abschlusstabelle bescherte. Letztlich fehlte sogar nur ein Treffer zu Platz 3, den der VfL Waiblingen mit einem Unentschieden verteidigen konnte. “Jetzt gehen wir erstmal feiern. Alle haben sich jetzt eine Pause verdient. Diese Platzierung ist der gerechte Lohn für viel Fleiß und hartes Training.” lautete das knappe Resümee von Cheftrainer Herbert Vornehm.
TSV: Buschendorf, Müller (Tor); Kurstedt (7/3), Cappek (6), Duschner (5), Hochmair (4), Schmid (4) Drasovean I. (2), Amler, Horner, Niebert
TSG Augsburg – BSC Oberhausen
Written by admin on April 24th, 2013
Im letzten Heimspiel der Landesliga-Saison mussten sich die Handball-Frauen der TSG Augsburg in einer abwechslungsreichen Partie dem Tabellenfünften BSC Oberhausen mit 23:26 (10:14) Treffern geschlagen geben.Die Lechhauserinnen kämpften sich nach einem schwachen 1:4-Start mit 7:6 zurück ins Spiel, leisteten sich danach im Angriff jedoch zu viele Ballverluste, so dass die favorisierten Weilheimer Vorstädter auf 8:14 davonziehen konnten. Kurz nach der Pause verkürzten die Kubasta-Schützlinge auf 14:16, ehe der Gast wieder sechs Treffer vorlegte. Fünf Minuten vor dem Ende waren die Augsburgerinnen mit 21:23 wieder bis auf zwei Tore dran, eine weitere Resultatsverbesserung wollte danach aber nicht mehr gelingen.
Die TSG-Frauen 1 spielten mit:
Heimann, Kinzel; Burger, Dorsch, F. Kubasta, S. Kamlah (1), A. Kamlah (3), Surauer (5), Ratzek (3/1), Spiegel (5/3), K. Kubasta (3), Rath (1).
Gelungene Heimfinals beim TSV Haunstetten
Written by admin on April 22nd, 2013
Die letzten Heimspiele der Handballteams des TSV Haunstetten am Samstagabend machten Lust auf mehr: sowohl die Drittliga-Frauen mit einem überzeugenden 37:22 (20:11) gegen den TV Grenzach als auch die Bayernliga-Männer beim 37:25 (17:13) über den TB Roding versprühten dabei viel Spielfreude und machten gelungene Werbung hinsichtlich der kommenden Saison.Die Geschichte des ersten Durchgangs im Frauenspiel war dabei schnell erzählt: Haunstetten begegnete den Grenzacher Solisten mit viel Laufarbeit und verwertete nahezu alle Ballgewinne mit höchster Präzision. Beim 20:11-Pausenstand und späterem 30:19 (43.Minute) durch Franziska Hochmair gab es auch kaum noch Zweifel am späteren Sieger der Partie. Was sich allerdings im letzten Viertel der hart umkämpften Auseinandersetzung abspielen sollte war eines Handballspiels kaum noch würdig: die südbadische Europa-Auswahl, bereits in der ersten Hälfte mit wenig Motivation ausgestattet, beschränkte sich ab sofort in dieser Hinsicht nur noch auf das Abklatschen gelungener „Frust-Fouls“. Dem Schiedsrichtergespann war jetzt die Begegnung völlig entglitten: Ein Stoß in den Rücken von Sabrina Duschner beim Konter wurde ebenso lediglich mit einer Zwei-Minuten-Strafe bewertet wie der Schlag ins Gesicht von Patricia Horner. Selbst als Marina Kubitza in der Schlussphase von hinten am Wurfarm niedergerissen wurde, blieb die Rote Karte aus, was die Verantwortlichen auf Haunstetter Seite sichtlich auf die Palme brachte.
Dem bedauernswerten Gästetrainer Jovicic blieb nach dem Schlusspfiff nur noch die Entschuldigung bei seinem Pendant Vornehm: „Das ist mit Sicherheit nicht mein Spiel.“ Dieser war froh, dass bis auf Alina Schneider (Schulter) keine weiteren größeren Blessuren entstanden sind, und hatte am Ende noch ein Sonderlob für Spielgestalterin Horner übrig: „Unsere Patrizia hat heute die Fäden hervorragend gezogen.“
TSV: Müller, Buschendorf (Tor); Duschner (9), Schmid (9/1), Hochmair, Cappek (je 4), Kurstedt, Drasovean I. (je 3), Horner (2), Kubitza, Schneider, Drasovean L. (je 1), Niebert
Das eigentlich erwartet härtere Spiel der Männer im Anschluss gegen Roding entpuppte sich fast zu freundschaftlichem Charakter. Ausschlaggebend dafür war der kompromisslose Auftritt der Mesch-Truppe, die sich von Beginn an in höchstem Maße entschlossen zeigte und die Oberpfälzer mit schnellem Konterspiel stark unter Druck setzte. Da diese mit einigen Ausfällen zu kämpfen hatten, und gerade auf der Torhüterposition den Rot-Weißen deutlich unterlegen waren, mussten sie zusehen wie Haunstetten Schritt für Schritt immer weiter enteilen konnte.
Vor allen Dingen Stefan Tischinger ragte auf TSV-Seite mit vielen Balleroberungen von der Vorne-Mitte-Position und einer erneut fast fehlerfreien Wurfquote heraus. Die Spielmacher Horner und Schnitzlein konnte die sonst so sattelfeste Rodinger Defensive überhaupt nicht neutralisieren, so dass immer wieder Freiräume für die Mitläufer entstanden. Gegen Ende hatte das Team sogar das Publikum auf seine Seite gebracht, welches das Gezeigte nach dem Schlusspfiff mit viel Beifall bedachte. Coach Udo Mesch war sichtlich erleichtert: „Nach der Negativserie der letzten Wochen war das genau die richtige Antwort.“
TSV: Fischer D., Rothfischer (Tor); Tischinger (11), Schnitzlein (5), Zimmerly (5/1), Rieber (4), Horner (4/1), Mair, Albrecht (je 3), Elsinger, Wiesner (je 1), Fischer F., Smotzek, Fuchs
Meister! Friedberg hat es geschafft
Written by admin on April 21st, 2013
Es ist vollbracht! Nach einem beeindruckenden 40:24 (21:9) Heimsieg gegen Germania Großsachsen ist der TSV Friedberg Meister der 3. Liga Süd. Vier Spieltage vor dem Saisonende bot sich den Handballern die Gelegenheit, den lang ersehnten Erfolg in der eigenen Halle perfekt zu machen. Wegen des besseren direkten Vergleichs hätte dabei gegen Großsachsen schon ein Punkt gereicht, aber wer diese Friedberger Mannschaft kennt, weiß, dass alles andere als ein standesgemäßer Sieg eine kleine Enttäuschung gewesen wäre.In der ausverkauften Halle war eine tolle Stimmung. Die Friedberger Fans waren wieder einmal in Scharen gekommen, um ihren TSV siegen zu sehen. Und das Unernehmen Meisterschaft ließ sich gut an: Mit einem Blitzstart gingen die Hausherren mit 3:0 in Führung. Großsachsen, das am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt sicher gestellt hatte, fand nicht in die Partie. Das 5:3 nach sechs Minuten war das beste Resultat für die Gäste an diesem Abend. Gegen die aufmerksame und äußerst aggressive Verteidgung der Herzogstädter sahen die Württemberger kein Land. Spannend wollte es Friedberg an diesem Abend nicht machen. Dank der starken Abwehr konnte der TSV einige Bälle abfangen, das Konterspiel über die schnellen Außen Thomas Wagenpfeil und Jonathan Scholz führte zu einigen leichten Toren. Nach dem 9:4 in der zehnten Minute nahm der Gästetrainer seine Auszeit. Der Spielverlauf blieb dennoch einseitig.
Friedbergs Defensive hatte den starken Gästerückraum komplett abgemeldet, die beiden schnellen Außen konnten ihre Stärken beim Gegenstoß nur sehr selten ausspielen. Einzig über den Kreis kassierte Friedberg noch einige wenige Gegentore. Beim 16:6 nach 25 Minuten war Friedberg erstmals mit zehn Toren vorn, zur Pause hatte die Mannschaft ihre Führung sogar auf 21:9 ausgebaut. Langsam machte sich Feierstimmung in der TSV – Halle breit, das Spiel würde sich Friedberg wohl nicht mehr nehmen lassen. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte beseitigten die letzten Zweifel. Die Mannschaft machte einfach genauso weiter wie vor der Pause. Großsachsen wusste im Angriff oft nicht mehr, was zu tun war, die Tore auf Friedberger Seite fielen hingegen beinahe von selbst. Um die 45. Minute herum versuchte der Mittespieler der Gäste einen schnellen Gegenagriff einzuleiten, doch auf Höhe der Mittellinie merkte er, dass alle Anspielstationen zugestellt waren. Er konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen, ein Schrittfehler beendete den kurzen Ballbesitz der Gäste.
In der 50. Minute fing die Friedberger Defensive, obwohl sie wegen einer Zeitstrafe in Unterzahl war, drei Bälle in Folge ab und machte per Gegenstoß drei leichte Tore. Großsachsen war längst ein Sparringspartner geworden, die Gäste, für die es ja um nichts mehr ging, fügten sich in die Niederlage. So begann Friedberg sogar ein wenig damit, Zaubertore zu versuchen. Bis auf einen falsch getimten Kempapass klappte alles, sodass die Friedberger Fans noch ein klein wenig mehr geboten bekamen. Bemerkenswert waren dabei Johannes Luderschmid mit einem Hüftwurf, der direkt über dem gegnerischen Keeper ins Tor knallte, und sein Bruder Michael im Tor, der einen Gegenstoßpass so perfekt spielte, dass er exakt zu dem Zeitpunkt in bequemer Fanghöhe war, in dem Thomas Wagenpfeil frei vor den gegnerischen Kreis auftauchte. Unisono hatten die Spieler und Verantwortlichen des Vereins vor dem Spiel betont, dass es keine Meisterfeier geben würde, dass man sich voll auf die restlichen Spiele der Saison konzentrieren würde und erst nach dem letzten Spiel gegen Konstanz die Freude in einer großen Party herauslassen würde. Doch nach dem 40:24 (21:9) Erfolg improvisierte der TSV eine kleine Sektstunde auf dem Parkett der TSV – Halle. Drei Spieler, zu deren Schutz sollen ihre Namen anonym bleiben, waren nötig, um den flüchtenden Trainer Hartmut Mayerhoffer zu seiner verdienten Sektdusche zu überreden.
Der Coach durfte sich kurze Zeit später von der Mannschaft sogar auf Händen tragen lassen und erleben, wie hoch seine Jungs werfen und wie sicher sie dann auch wieder fangen können. Sein intensives Training der letzten vier Jahre hat sich also wirklich ausgezahlt, denn nichts ging dabei zu Bruch. Zu sinnvollen Statements war nach der Partie allerdings keiner der Beteiligten Friedberger zu haben, aber schließlich wird man auch nicht an jedem Tag Meister der 3. Liga Süd.
V. Petersdorff (1. – 39.); M. Luderschmid (39. – 60.); J. Luderschmid (7); Wagenpfeil (1); Manuel Vilches – Moreno (3); Ilic (2); Antony; Knorr (3); Maier – Hasselmann (4); Segmüller (2); Link (10); Feuchtmann (1); Scholz (5); Behr (2).
Fotos by Christian Kolbert | Fotoanfragen an info@kolbert-press.de
Handball: Starker Auftritt von Haunstetten
Written by admin on April 17th, 2013
Handballfrauen mit deutlichem Sieg in Grossbottwar – Männer gehen erneut leer ausMit einem souverän herausgespielten 33:23 (20:10)-Auswärtssieg kamen die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten am Samstag aus Grossbottwar zurück und verbesserten sich dadurch auf den 4.Platz der Tabelle. Die Männer treten dagegen in der Bayernliga auf der Stelle und unterlagen trotz ansprechender Leistung beim TSV Rothenburg mit 23:26 (13:13).
Wieder einmal war es ein nahezu perfekter erster Durchgang, der das Team von Herbert Vornehm auf die Siegerstraße brachte. Nach dem 4:4 (8.Minute) übernahm der TSV sukzessive die Initiative und kam über viele Balleroberungen immer wieder zu Kontermöglichkeiten, die auch gnadenlos verwertet wurden. Grossbottwar war mehrfach in Zeitspiel-Nöten und fand kaum geeignete Mittel die Haunstetter Defensive zu knacken. Das 20:10 zur Pause brachte so auch eine gewisse Ernüchterung für die Gastgeber, die nach dem Seitenwechsel noch um Ergebniskorrektur kämpften. Da die Rot-Weißen hier vor allen Dingen in der Chancenverwertung deutlich nachließen und viel zu fahrig agierten, gelang es Grossbottwar hier die Sache offen zu gestalten, am deutlichen Sieg der Schwaben gab es an diesem Tag aber nichts mehr zu rütteln. Co-Trainer Herbert Horner zeigte Verständnis: „Erst einmal darf man nicht vergessen, dass wir nach der klaren Führung viel ausprobiert haben und zweitens lässt irgendwann unbewusst die Spannung nach.“
TSV: Müller, Buschendorf (Tor); Duschner (11), Horner, Kurstedt (je 5), Schmid (4/2), Schneider (3), Drasovean L. (2), Niebert, Hochmair, Drasovean I. (je 1), Cappek
Stark verbessert im Vergleich zu ihren letzten Auftritten zeigten sich die Männer beim TSV Rothenburg. Vor allem die ersten dreißig Minuten bot die Mesch-Truppe eine sehr engagierte Leistung, hatte dabei allerdings oft das Pech, dass viele Abpraller wieder in den Händen der Gastgeber landeten. Nach dem 13:13 zur Pause konnte man trotzdem bis zur 39. Minute auf 17:15 stellen und die Rothenburger gerieten sichtlich in Bedrängnis. Hier stellte sich allerdings der Knackpunkt der Partie ein: Haunstetten biss sich in Folge am stabilen Abwehrbollwerk der Rothenburger fest und diese hatten nach einem 5:0-Lauf das Geschehen wieder an sich gerissen. Die Entscheidung fiel dennoch erst in der Schlussphase, als die Rot-Weißen beim 23:24 und Überzahl zweimal die falschen Lösungsmöglichkeiten versuchten und den Franken dadurch die finalen Treffer ermöglichten.
TSV: Fischer D., Rothfischer (Tor); Zimmerly (8/4), Tischinger (6), Albrecht, Horner (je 3), Schnitzlein (2), Wiesner (1), Smotzek, Elsinger, Rieber, Ingo Herbeck
TSV Friedberg muss zu Neuhausen/Filder
Written by admin on April 12th, 2013
Auf den TSV Friedberg wartet der nächste Gegner, der in der 3. Liga Süd ums Überleben kämpft. Das Spiel am Sonntag ab 17 Uhr beim TSV Neuhausen/Filder wird also eine schwierige Aufgabe für den Spitzenreiter. Neuhausen ist momentan Zwölfter und hat nur einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Friedbergs Gegner wird also gerade in eigener Halle alles versuchen, um den Tabellenführer zu bezwingen.Nach der bitteren 33:34 Niederlage gegen Kirchzell, als die Württemberger Mitte der zweiten Halbzeit bereits mit sechs Toren in Führung waren, sind die Aussichten nicht besser geworden. Der TSV wird auf einen hoch motivierten Gegner treffen. Neuhausen/Filder hat eine sehr eingespielte Mannschaft, der Großteil des Kaders spielt schon länger zusammen.
Ihr Mitte Simon Wohlrabe ist ein echter Spielmacher, ihn müssen die Herzogstädter unbedingt in den Griff bekommen. Mit dem schnellen Linksaußen Philipp Frey steht der Sechste der Torschützenliste im Kader, gegen Kirchzell erzielte er acht Tore und schraubte seine Bilanz auf 135 Treffer. Friedberg kann aus dem Vollen schöpfen und tritt mit derselben Mannschaft wie in der Vorwoche an. Die Herzogstädter erinnern sich noch gut daran, wie schwer sie sich in der ersten Halbzeit gegen die SG H2 Ku Herrenberg taten, ebenfalls eine Mannschaft aus der gefährdeten Region. Darum wird der TSV die Aufgabe mit voller Konzentration angehen, schließlich fehlen noch zwei Siege zur Meisterschaft, und es wäre schön, den größten Triumph der Vereinsgeschichte in der eigenen Halle klar zu machen. Trainer Hartmut Mayerhoffer fordert vollen Einsatz: „Die Saison geht noch fünf Spiele, wir haben noch Arbeit vor uns. Neuhausen/Filder wird sicherlich mit aller Kraft für den Sieg kämpfen, die Mannschaft steht vor dem Abgrund. Das wird eine richtig hohe Hürde, aber wir sind gut vorbereitet und nehmen den Kampf an. Schließlich will jeder im Team den Gewinn der Meisterschaft so schnell wie möglich sicher stellen.“
TSV Friedberg – SG H2Ku Herrenberg
Written by admin on April 9th, 2013
Der TSV Friedberg hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem 42:33 (19:18) Heimsieg gegen die SG H2Ku Herrenberg die nächsten beiden Zähler gesichert. Der Tabellenführer konnte nach der Niederlage von Balingen – Weilstetten 2 seinen Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen. Die SG steckt mitten drin im Abstiegskampf, für sie geht es ums Überleben. Dementsprechend entschlossen traten die Gäste auf, sie wollten dem Tabellenführer einen harten Kampf liefern. Friedberg konnte während der gesamten ersten Hälfte nie richtig überzeugen, vor allem die Abwehr hatte große Probleme mit den Gästen.In den Reihen von Herrenberg stehen der Dritte und der Vierte der aktuellen Torschützenliste. Gegen diese wurfstarken Riesen sah die Deckung der Friedberger kein Land. Immer wieder flogen dem machtlosen Benjamin von Petersdorff im Kasten die Bälle um die Ohren. Vorne fand der TSV gegen die offensive 3 – 2 – 1 – Formation der SG kein richtiges Mittel. Der Rückraum war abgemeldet, bis auf gelegentliche Gewaltwürfe von Jonas Link sorgte dieser Mannschaftsteil nicht für Treffer. Das taktische Mittel gegen diese hoch stehende Deckung war für die Herzogstädter das Spiel über den Kreis. Regelmäßig lösten die Hausherren auf einen zweiten Kreisläufer auf, um so die Lücken hinter den weit vorgerückten Defensivspielern zu nutzen. Herrenberg hatte sich aber gut darauf eingestellt, Friedberg verlor immer wieder den Ball. Trainer Hartmut Mayerhoffer nahm nach dem 8:9 eine Auszeit. Mit der Anfangsviertelstunde konnte er nicht zufrieden sein. Eigene Treffer gelangen nur im Tempospiel, sobald der TSV es mit der kompletten Abwehr der Gäste zu tun hatte, bekam er große Schwierigkeiten.
Und hinten schafften es seine Spieler viel zu selten, die wurfstarken Gäste entscheidend zu stören. Die Friedberger Fans fühlten sich fatal erinnert an den Auftritt gegen Hochdorf. Mitte März war es dem Spitzenreiter nicht gelungen, den sich ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Gegner wirkungsvoll zu bekämpfen. Sollte an diesem Samstag die nächste Niederlage drohen? Der 19:18 Pausenstand sorgte für einen schlecht gelaunten Trainer. „Ich kann mich nicht daran erinnern“, sagte Mayerhoffer auf der Pressekonferenz, „dass wir jemals 18 Gegentore in der ersten Halbzeit kassiert haben. Damit kann ich überhaupt nicht zufrieden sein, unabhängig vom Endergebnis.“ Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte der Gästetrainer, Friedberg mit einer neuen Abwehrvariante zu überraschen. Herrenberg deckte jetzt Jonas Link und Jan – Marco Behr kurz. Dieses Experiment ging aber nach hinten los. Sechs Minuten später führte der TSV mit 25:20, der Gegner nahm die Auszeit und kehrte danach zu seiner bewährten 3 – 2 – 1 – Abwehr zurück. Friedberg tat sich aber weiterhin schwer.
Untypisch war das schwache Abwehrverhalten, der Spitzenreiter steht dank seiner sonst so stabilen Defensive auf Rang eins. Dafür brannte der TSV vorne ein wahres Feuerwerk ab: Vor allem Link und Miro Ilic zeichneten sich dabei aus. Jonas, der nach der Saison zum Zweitligisten HC Erlangen wechselt, traf zwölfmal bei 14 Versuchen, eine herausragende Quote. Langsam bröckelte der Widerstand der Gäste. Herrenberg kam zwar weiterhin zu seinen einfachen Toren aus dem Rückraum, aber in der zweiten Hälfte konnte die Deckung des 14. nicht mehr entscheidend dagegen halten. Die Zuschauer in der sehr gut gefüllten TSV – Halle sahen ein kurzweiliges Offensivspektakel. Friedberg erfreute mit tollen Gegenstoßtoren und Krachern aus dem Rückraum die Herzen seiner Fans. Jonathan Scholz war beim Tempospiel der erfolgreichste Vollstrecker, er konnte seine Wurfgewalt aus dem Rückraum allerdings auch einige Male präsentieren. Bis zum 32:27 nach 46 Minuten konnte die SG den Rückstand begrenzen, dann setzte sich der TSV weiter ab. Spätestens nach dem 37:30 sieben Minuten vor dem Ende war das Spiel entschieden. Die rote Karte nach drei Zeitstrafen für Florian Antony in der 51. Minute konnten die Hausherren verschmerzen. In einem unterhaltsamen Spiel mit ungewohnten Defensivschwächen blieb Friedberg am Ende siegreich. Das 42:33 (19:18) war verdient, in der zweiten Hälfte war die Offensivstärke der Herzogstädter der Schlüssel zum Sieg. Durch die Niederlage von Balingen – Weilstetten 2 bei der SG Köndringen/Teningen ist der Vorsprung des TSV auf sieben Punkte angewachsen. Jetzt fehlen noch zwei Siege zur Meisterschaft in der 3. Liga Süd.
Hartmut Mayerhoffer: „Unsere Abwehr hat nicht überzeugt. Wir haben das Spiel dann vorne gewonnen, weil wir nach der Pause immer die richtige Antwort wussten auf die wechselnden Abwehrsysteme der Gäste. Aber so richtig zufrieden bin ich nicht, unsere Verteidigung muss besser funktionieren. 33 Gegentore sind ein sehr schlechter Wert.“
V. Petersdorff (1. – 60.); M. Luderschmid; J. Luderschmid (3); Wagenpfeil (4); Vilches – Moreno; Ilic (9/4); Link (12); Antony; Knorr; Maier – Hasselmann (3); Segmüller (2); Feuchtmann; Scholz (9/1); Behr.
Fotos by Christian Kolbert | Fotoanfragen an info@kolbert-press.de






