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Unnötige Niederlage des TSV Haunstetten gegen HT München

Verfasst am Dienstag, 04. Dezember 2018, 10:10 Uhr 
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Der TSV Haunstetten verliert zuhause das so wichtige Spiel gegen die HT München mit 22:24 (12:14).

Stark ersatzgeschwächt gingen die Augsburger Handballer in das 4-Punkte-Spiel gegen die Münchner. Neben den Langzeitverletzten musste Trainer Rothfischer weiterhin auf die angeschlagenen Johannes Wiesner und Markus Schaudt verzichten. Außerdem fehlte auch Spielmacher Max Schnitzlein aus privaten Gründen; zu viel der Ausfälle wie nach dem Spiel klar wurde.
Zunächst begann Haunstetten die Partie hochkonzentriert. In der Abwehr ließ man gegen die aufgrund ihrer Niederlagen-Serie verunsicherten Gäste aus der Landeshauptstadt zunächst gar nichts zu. Zumal Daniel Fischer im Tor einen Sahnetag erwischte und zahlreiche Hochkaräter parieren konnte. Doch in der Mitte des ersten Durchgangs erfolgte dann ein unerklärlicher Bruch im Spiel der Gastgeber. Eine 6:4-Überzahl und die rote Karte gegen HT-Spielmacher Neumann beim Stand von 5:1 (12. Minute) wurde nicht zum Ausbau der Führung genutzt; schlimmer noch, die Gäste bliesen plötzlich zur Aufholjagd. Haunstetten verzettelte sich nun mehrfach in der Offensive, scheiterte reihenweise am gegnerischen Torhüter und agierte auch defensiv nicht mehr so konzentriert wie zuvor. „Das Ergebnis der Halbzeit (12:14; Anm.d.Red.) mutete schon komisch an, denn eigentlich waren wir im ersten Durchgang die bessere Mannschaft,“ sagt der sprachlose Co-Trainer Ebert nach dem Spiel.
Nach dem Seitenwechsel erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Schnell vergrößerten sie den Vorsprung auf 12:16. Haunstetten gab in der Folge aber nicht auf und glich Mitte der Halbzeit (19:19) wieder aus. Was danach kam, darf getrost als „handballerischer Catenaccio“ bezeichnet werden. In den verbleibenden 15 Spielminuten fielen aufgrund starker Abwehrleistung gepaart mit schwachem Torabschluss auf beiden Seiten nur noch magere acht Treffer; Haunstetten erzielte derer nur drei und hatte somit am Ende das Nachsehen.
„Diese Niederlage tut in ihrer Art und Weise des Zustandekommens weh, zumal uns die Punkte heute einen beruhigenden Vorsprung in der Tabelle eingebracht hätten. So sind wir leider wieder mitten im Abstiegskampf und müssen nun zusehen vielleicht in den verbleibenden beiden sehr schweren Auswärtsspielen doch einen Überraschungserfolg landen zu können. Hoffentlich entspannt sich unsere schwierige Kadersituation bis dahin wieder ein wenig,“ so Nicolas Singer nach dem Spiel.
Den Coup zu landen, wäre im nächsten Spiel nur allzu verlockend auch wenn die Trauben wohl sehr hoch hängen. Im Derby geht es kommenden Samstag gegen den TSV Friedberg. Die Herzogstädter spielen bislang eine starke Saison (3. Platz; 18 Punkte), mussten sich jedoch schon früher als gewünscht aus dem Titelrennen verabschieden. Für Haunstetten muss gegen den Ortsnachbarn also alles klappen, um hier Erfolg zu haben.
TSV: Rothfischer, Fischer (Tor); Jankrift (7); Zimmerly (4); Smotzek (4/3); Singer (3); Manz (2); Kienle, Buck (je 1); Paulik, Walker, Besel




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