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Kangaroos verlieren knapp gegen die Longhorns Herzogenaurach

Verfasst am Dienstag, 28. Januar 2020, 11:44 Uhr von Blumi
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Mit einem Endstand von 70:73 verabschiedeten sich beide Teams am vergangenen Samstag im Sportpark Stadtbergen. Bis zum Schluss war ein knapper Sieg für die Kangaroos definitiv drin. Und eine Minute vor dem Ende gelang Max Uhlich sogar noch der 70:70 Ausgleich. Doch letztendlich behielten die routinierten Gäste aus Herzogenaurach die Nerven und setzten die nötigen Treffer. Sehr zum Leidweisen der am Samstag dann doch sehr enttäuschten Fans.

BG-Kapitän Dominik Veney erklärte im Anschluss: „Ich glaube, der Gegner wäre trotz einer guten LeIstung schlagbar gewesen. Die haben aber unsere Schwächeperioden gnadenlos bestraft, das haben wir im Gegenzug gerade im dritten Viertel versäumt“.

Die Leitershofer veränderten das Aufgebot von letzter Woche im siegreichen Auswärtsspiel in Weimar nicht. Auch wenn verletzte Spieler bereits erfolgreich ins Team zurückgekehrt waren, kam der Einsatz in dieses Match noch nicht in Frage.

Mit viel Selbstvertrauen kamen die Longhorns nach Stadtbergen - den Schwung durch die noch vor Weihnachten verpflichteten Neuzugänge und verbundenen Erfolgserlebnisse in der Tasche. Gleich zu Beginn entwickelte sich eine kämpferische Partie mit viel Einsatz auf beiden Seiten. Die Führung wechselte ständig und die Kangaroos gewann mit hauchdünnem Vorsprung das erste Viertel. 

Wes Adjankou gelangen seine ersten Saisonpunkte für die Stadtberger. Beim Spielstand von 29:25 folgte dann eine konzentrationsschwache Phase der BG. Viele schwache Würfe aus der Distanz und fehlendem Druck auf den Korb der Gegner führten zu einen 13:0 Lauf der Longhorns und zur ersten deutlichen Führung des Spiels. Mit einer kleinen Energieleistung verkürzte man aber den Rückstand bis zur Halbzeit wieder auf vier Punkte Differenz und hielt die Partie dadurch offen.

Offenbar traf Trainer Emanuel Richter in der Halbzeitansprache die richtigen Worte. Hellwach kehrte die BG aufs Spielfeld zurück und drehte die Partie mühelos. In der 27. Spielminute führten die Kangaroos endlich wieder selbst mit 53:49. Das Publikum trieb in dieser Phase des Spiel die BG lautstark nach vorne. Und die Longhorns zeigten einige Unsicherheiten. 

Leider konnten die Kangaroos dieses Hoch nicht lange genug halten. Beim Spielstand von 57:57 erlaubte man sich erneut eine sechsminütige Phase ohne Korberfolg, gestatte den Nordbayern einen weiteren 11:00 Lauf zur 68:57 Führung. 

Die mentale Stärke um das Team von Kapitän Dominik Veney sorgte dafür, dass man sich längst noch nicht verloren gab. Jonas Sauer erzielte wichtige Punkte und Anspiele. Veney und Uhlich taten es ihm gleich. Doch in den letzten Sekunden gelang es Ihnen  nicht, die Longhorns zu besiegen. Das Team um Trainer Emanuel Richter verlor knapp und unglücklich, letzten Endes aber auch nicht ganz unverdient. 

Somit fiel die BG vom vierten auf den fünften Tabellenplatz zurück, während sich die Gäste erst einmal aus dem Abstiegsstrudel lösen konnten. In dieser Verfassung und Aufstellung sollte dem Klassenerhalt nichts im Wege stehen. Auf die Kangaroos warten nun erneut zwei Auswärtsspiele. Kommenden Samstag treffen sie auf die Hellenen München und am Donnerstag darauf das Nachholspiel in Schwabing. Gelegenheit, vergangene Fehler wieder auszumerzen, denn zuletzt konnten sich die Stadtberger in fremden Hallen erfolgreicher präsentierten als auf eigenem Terrain.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Brown (16), Adjankou (2), Moosrainer, Sauer (21/2 Dreier), Londene (14/1 Dreier), Uhlich (2), Benke (4), Veney (7/1 Dreier), Tesic (4), Richter.

Beste Werfer Herzogenaurach: Nakic (20), Kaiser (14), Kwilu (14)

Im Vorspiel unterlag die zweite Mannschaft der BG Tabellenführer TSV Unterhaching mit 63:82 und bleibt erst einmal im Keller der 2. Regionalliga-Süd sitzen. Gegen die Münchner Vorstädter war man chancenlos, in den nächsten Wochen warten aber nun die direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib.

Stimmen zum Spiel:

BG-Spielertrainer Emanuel Richter: „In einem Spiel mit so niedrigem Score wird es natürlich schwierig, wenn man aus zwei Phasen 0:24 Punkte hinnehmen muss. Da waren wir nicht ausreichend auf den Korb des Gegners fokussiert, es fehlten Wille und Galligkeit, Punkte zu erzielen. Auch die Dreier waren nicht nur von der Quote schlecht, wir haben freistehend oft nicht den Mut gehabt, abzuziehen, dafür dann am laufenden Band die nicht freigespielten Würde genommen. Am Ende sind wir mit viel Kampf zurückgekommen, dafür gebührt den Jungs Respekt. Es wartet aber trotz auch einiger guter spielerischer Phasen noch viel Trainingsarbeit auf uns.“

BG Co-Trainer Andreas Moser: „Es war uns klar, dass es gegen eine solch routinierte Mannschaft nicht ganz einfach wird. Am Ende haben wir aber nicht den Leistungsträgern, sondern den Ergänzungsspieler der Longhorns viel zu viele Punkte geschenkt, vor allem die Grundlinie war immer sperrangelweit offen und hat dem Gegner eins um andere Mal leichte Würfe gestattet. Dazu kamen 17% Trefferquote von der Dreierlinie, das hat dann auch die Freiwurfquote von 82% nicht kompensiert“. 

 


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