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Jogging im Winter? Warum nicht!

Verfasst am Montag, 02. Dezember 2019, 09:53 Uhr von Wilfried Matzke
Laufen im Winter

Tipps von einem Augsburger Laufexperten zum Training in der kalten Jahreszeit

Zu kalt, zu dunkel, zu nass! Es gibt gute Ausreden, um im Winter seine Laufschuhe einzumotten. Das muss aber nicht sein, denn auch in dieser Jahreszeit kann man sein Trainingsprogramm absolvieren und sogar wunderschöne Läufe erleben. Hier einige Empfehlungen von Michael Häuser, einem routinierten Langstreckenläufer, Trainer und Inhaber eines bekannten Augsburger Laufsport-Fachgeschäftes:

Bekleidung

Beste Wirkung bei Minustemperaturen zeigt das Zwiebel-Prinzip. Auf der Haut trägt man Sportunterwäsche, die den Schweiß vom Körper wegtransportiert. Darüber kommt eine wärmeisolierende Schicht, zum Beispiel ein Funktionshemd oder ein Fleece-Pullover. Obendrauf empfiehlt sich ein atmungsaktiver Anorak als Wind- und Nässeschutz. Ein Großteil der Körperhitze wird über den Kopf abgegeben, deshalb unbedingt eine Mütze oder ein Stirnband aufsetzen. Meist sind auch Handschuhe sinnvoll. Man hat sich richtig angezogen, wenn es beim Training die ersten zehn Minuten leicht fröstelt.

 


Schuhe

Bei Schnee und Matsch empfehlen sich Laufschuhe mit gut profilierter Sohle und nässeabweisendem Schaft. Sogenannte Trailschuhe erfüllen diese Voraussetzungen. Grundsätzlich notwendig wäre ein zweites Schuhpaar, damit man nicht die feuchten Treter vom Vortag anziehen muss. Für ambitionierte Läufer gibt es spezielle Winter-Trainingsschuhe mit Spikes.
Training
Ein langsameres Tempo sollte im Winter die Regel sein. Temperaturen jenseits des Gefrierpunktes sind für Tempoläufe nicht geeignet. Bei besonders kalter Witterung wärmt man sich am besten in einem geschlossenen Raum auf. Einige Minuten laufen auf der Stelle und leichte Dehnübungen sind ideal. Eine Alternative im winterlichen Trainingsalltag bietet das Laufband, der Crosswalker oder der Stepper im Fitness-Studio.

 


Gesundheit


Jogging bei Wind und Wetter bringt das Immunsystem auf Trab und hält gesund. Selbst bei einer leichten Erkältung darf nicht nur die Nase laufen. Eine lockere Trainingsrunde ist durchaus erlaubt. Bei tiefen Minusgraden sollte man durch die Nase atmen, denn so wird die eiskalte Luft für die Lungen besser vorgewärmt. Für Gesunde gilt folgende Faustregel: Erst wenn das Thermometer mehr als 15 Grad unter Null anzeigt, muss man seine Laufschuhe stehen lassen.

 


Sicherheit


Nach Feierabend ist es draußen bereits dunkel. Frühaufsteher schnüren deshalb gerne morgens ihre Sportschuhe. Aber auch Langschläfer können Licht ins Dunkel der abendlichen Trainingsrunde bringen. Reflektoren an der Kleidung sorgen dafür, dass man von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wird. Gegen Stolperfallen auf dunklen Waldwegen helfen Taschenlampen oder Stirnlampen. Oft kann man auf beleuchtete Wege oder in Stadien ausweichen. Laufen bei starker Glätte und Eis sollte wegen des hohen Verletzungsrisikos tabu sein.

 


Wilfried Matzke / WM 

 


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