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FC Augsburg gewinnt endlich wieder Auswärtsspiel

Verfasst am Samstag, 09. November 2019, 21:46 Uhr von Thorsten Franzisi
 SC Paderborn - FC Augsburg - 86

Geschafft! Zum ersten Mal seit April 2019 hat der FC Augsburg wieder ein Auswärtsspiel gewonnen, zum zweiten Mal in dieser Spielzeit darf er sich nach 90 Minuten mit drei Punkten belohnen.

Beim 1:0-Sieg in Paderborn zeigte der FCA bis auf eine wacklige Anfangsphase insgesamt eine ordentliche Leistung, wobei das Spielniveau sich der Tabellensituation anpasste. Flüssige Kombinationen waren nur selten zu sehen, beide Teams hatten jeweils 50 Prozent Ballbesitz.

FCA-Trainer Martin Schmidt überraschte mit seiner Aufstellung, indem er Raphael Framberger hinten rechts verteidigen ließ, zuletzt startete dieser beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt.

„Wir haben uns zu Beginn schwer getan“, musste Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter bei sky erkennen. „Dann hatten wir einen überragenden Torhüter, der uns im Spiel gehalten hat. Er hält den Elfmeter, er hält einige Standards. Sehr stark. Ein Riesenkompliment!“ Der Tscheche war der Held, da er bei einem von Raphael Framberger verursachten Foulelfmeter (7. Min) hellwach war. Koubek sprang in die richtige Ecke und entschärfte den Schuss von Klaus Gjasula sehenswert.

Danach habe man sich gut ins Spiel „reingekämpft“. Man hatte viele gute Gelegenheiten, hätte diese nur konsequent zu Ende spielen müssen, meinte Reuter. Weil der FCA aber die Möglichkeiten verstreichen ließ, brauchte es einen ruhenden Ball für den Erfolgsmoment. Philipp Max legte sich in der 41. Minute den Ball in halbrechter Position zurecht – eine ideale Lage für einen Linksfuß. Und so zwirbelte der Linksverteidiger den Ball auch über die Mauer perfekt ins rechte Eck.

Kurioserweise jubelte er nicht gleich, denn weil der Ball die Hintertorkamera traf, sprang die Kugel gleich wieder ins Feld zurück. So sah es im ersten Moment danach aus, als ob der Schuss knapp daneben gegangen war. Doch der Treffer zählte. Aber ging es dabei auch mit rechten Dingen zu? Paderborn-Trainer Steffen Baumgardt schimpfte nach der Partie – passend zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls in Berlin – über die Augsburger Spieler in der Mauer, die seiner Meinung nach nicht den Mindestabstand einhielten. Auch, wenn dies eher wie eine regeltechnische Kleinigkeit aussah, gibt es in den Regeln doch Argumente für diese Sichtweise. 

Alfred Finnbogason und Rani Khedira befanden sich nämlich in der Nähe der Paderborner Mauer. Ein Umstand, den es in dieser Saison eigentlich nicht mehr geben darf. Eigentlich! Dennoch wurde der SCP-Trainer im Fernsehen auffällig: „Das ist eine Frechheit! Dass der Schiedsrichter in dieser Situation nicht in die Mauer guckt, das kann ich akzeptieren. Aber wir haben für solche Situationen die Möglichkeit der Überprüfung. Und das nicht zu tun, ist absolute... Jetzt bin ich vorsichtig.“

Allerdings hätte sich der Videoschiedsrichter bei einem tatsächlichen Verstoß nicht einschalten dürfen. Das erklärte hinterher Marco Fritz, der die Partie auf dem Feld leitete: „Die Aufregung kann ich nachvollziehen, aber es sind zwei Mauern. Die Hauptmauer und die mit den zwei Spielern des FC Augsburg, die versetzt steht. Da dürfen sich Augsburger Spieler aufhalten, denn erst ab drei Mann zählt eine Mauer als Mauer. So steht es im Regeltext. Ob die jetzt wirklich einen Meter Abstand einhielten oder 85 Zentimeter – das kann ich Ihnen beim besten Willen nicht sagen."

Heißt: Hätten die Augsburger neben mehreren Paderborner gestanden, hätte das Tor nicht zählen dürfen. Verwirrend? Fand auch Florian Niederlechner, der von sky zur Szene gefragt wurde: „Ich weiß gar nicht, ob es ein Fehler war oder nicht. Von der Regel mit der Mauer bin ich eh nicht so ein Fan. Ehrlich gesagt ist das Quatsch. Vielleicht haben die Schiedsrichter die Szene in dem Moment nicht so wahrgenommen, vielleicht wissen sie es selbst nicht so genau, bei so vielen Regeln, wie es gibt. Aber wenn es nicht ein Meter Abstand war, dann war es Glück für uns. Dann nehmen wir das gerne an.“

Es spricht für das Niveau des Spiels, dass dieser Freistoß für so viel Diskussionen sorgte. Wichtig für den FCA war: Das Tor zur Führung zählte, der Schuss von Max war das Highlight aus Augsburger Sicht in einer schwachen ersten Hälfte. Nach der Pause blieb vieles Stückwerk, die Augsburger hätten aber das zweite Tor nachlegen können bei einigen guten Konterchancen. Dank Elferheld Koubek und Scharfschütze Max holte sich der FCA schließlich drei ganz wichtige Punkte gegen den Letzten der Bundesliga. Paderborn verschoss bei seiner Niederlage auch den zweiten Strafstoß, den der SC in dieser Saison zugesprochen bekam. 

FCA-Trainer Martin Schmidt kann nach dem Sieg durchatmen, sagte: „Beide Teams haben Kontermöglichkeiten liegen lassen. So musste es auf die Standardebene gehen und da waren wir das glücklichere Team. Durch den verschossenen Elfmeter waren wir wirklich aufgewacht. Das war ein Hallo-Wach. Ab da waren wir besser drin. Manchmal werden Spiele über Standards entschieden.“

Text Dennis Amedowski - Augsburg Journal / Fotos Carmen Dammasche-Gerstmeyr


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