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Die Basketballsaison 2019/20 wird man so schnell nicht vergessen

Verfasst am Dienstag, 17. März 2020, 19:10 Uhr von Florian Martini
Team

Historischer Aufstieg - ernüchternder Abstiegskampf - Trauer um Kobe Bryant - dramatische Aufholjagd.

Der abrupte Liga-Stopp durch "Corona" hat auch die 1.Herren-Basketballmannschaft des TVA vorzeitig in die "Sommerpause" geschickt und gibt uns schon jetzt die Möglichkeit, auf eine unvergessliche Saison zurück zu blicken.

Souverän und euphorisch war der Aufstieg aus der Bayernliga. Man war sich ziemlich sicher, daß man in der Regionalliga-2-Süd einen guten Platz erzielen könne, zumal man mit Nicolas Breuer, Jonas Zink, Luc Cullmann und Jan Fischbach vielversprechende Neuzugänge hatte. Allerdings musste man auf Center Ben Geldner (Auslandssemester) verzichten, was im Laufe der Hinrunde richtig weh tat. "Gerade seine Größe und Reichweite unterm Korb und beim Rebound fehlte uns besonders", so Coach Florian Martini. Besonders hervorzuheben war auch das Comeback von TVA-Urgestein Thomas Grünwald, der sich noch einmal fit machte, um diese Saison nicht nur als Spieler mit zu erleben, sondern sich auch noch, zur Freude aller, als Co-Trainer richtig reinhing.

Die Saisonvorbereitung war kurz, aber auch mit zwei bemerkenswerten Erlebnissen. Das Freundschaftsspiel in Landsberg musste abgebrochen werden, als nach einigen Schiedsrichterentscheidungen dem TVA-Trainer die Sicherungen durch brannten und er wie Rumpelstielzchen aufs Spielfeld rannte. Umso schöner war dafür der Turniersieg auf dem Volksfestturnier in Freising.

Voll motiviert ging dann die Saison mit dem Heimspiel gegen München Baskets los, in dem gleich der erste Korb der TVAler ein Dunking im Fastbreak von Sebastian Woelki war. Nach diesem Sieg rechneten alle damit, daß es so weiter gehen würde, aber es folgte ein Dämpfer gegen DJK München, und auch zuhause war man chancenlos gegen Dachau. Auf das höhere Tempo und das körperliche Spiel waren die Augsburger nicht richtig eingestellt, und es wurde jetzt erst jedem bewusst, daß die spielerischen Mittel nicht ausreichen würden, man musste jetzt auch viel mehr kämpfen als in der Bayernliga.

Nach dem darauf folgenden Zittersieg mit 1 Punkt in Passau folgte das Heimspiel gegen Leitershofen. Sichtlich geschockt durch die unerwartete Niederlage gegen die Lokalrivalen verlor man den Faden komplett und ging gegen Weilheim und Unterhaching regelrecht unter.

In einem außerordentlichen Meeting beschlossen die Team-Strategen erstmal weiter an den taktischen Konzepten festzuhalten, weiter ohne Brechstange zu spielen aber es mit weniger Spielerwechseln zu versuchen. Im ersten Moment sah es so aus, als ob der Plan aufging. Gegen Neumarkt gab es einen überzeugenden Heimsieg.

Und auch im darauf folgenden Spiel in Milbertshofen sah es lange danach aus, als würden die TVAler das Spiel gewinnen. Doch durch unerklärliche Disziplinlosigkeiten und tatktische Fehler erlaubte man den Gastgebern, sich in die Overtime zu retten und anschließend das Spiel komplett auf den Kopf zu stellen. "Diese Niederlage nehme ich auf meine Kappe", gesteht sich Florian Martini ein, "ich war zu passiv, fast sprachlos und konnte keinen positiven Einfuss mehr auf meine Spieler nehmen."

Nach einer weiteren Heimniederlage gegen haushoch überlegene Nördlinger kurz vor Weihnachten war die Stimmung entsprechend auf dem Tiefpunkt. Als Tabellenletzter lag der Schwerpunkt in der Winterpause auf der Analyse der Hinrunde und auf der Suche nach Lösungen. Wenigstens zeigte sich schnell, daß die Teamchemie gefestigt blieb und die aufgestauten kommunikativen und spielerischen Mißverständnisse untereinander sofort geklärt werden konnten.

Zwei Haupt-Strategien standen sich als Lösungswege nun gegenüber: Entweder festhalten an den seit einigen Jahren einstudierten Plays und diese noch konsequenter durchziehen, oder davon loslassen und lieber mehr intuitives Freegame und Run&Gun. Zunächst waren sich Playmaker und Trainer nicht einig, zu kooperativ verliefen die letzten 18 Monate, manche Spieler folgten der Strategie der Playmaker, manche mehr der Strategie der beiden Trainer.

Die Trainings waren zwar intensiv und die Spieler optimistisch, außerdem konnte man wieder auf Center Ben Geldner zurückgreifen. Aber die Rückrunde fing dennoch mit zwei deutlichen und umso bitteren Niederlagen gegen München Baskets und DJK München an.

Coach Florian Martini griff jetzt auf ein taktisches Mittel zurück, welches er selbst so als Spieler vor 30 Jahren als Tabellenletzter erlebt hatte: Zum einen hob er wieder den Spaß in den Vordergrund, "rotzfrech wolle man spielen", und zum anderen motivierte er einzelne Spieler, sich einfach mehr zu trauen, egal ob es im Spiel taktisch passte oder nicht. "Lieber ein bißchen mehr freies Zocken, als immer die gleichen Systeme spielen", forderte er die Mannschaft auf. Von einem besonderen Spieler verlangte Coach Martini sogar schriftlich, ab jetzt auch selber zu punkten und nicht nur zu passen.  "Wenn schon verlieren, dann wenigstens mit dem entsprechendem Spaß für alle, es ist schließlich "nur" unser Hobby". Und damit es keinen Zweifel daran geben konnte bzw. durfte, entschloss sich Martini, diese Botschaft auch mittels der Veröffentlichung in der Zeitung zu festigen.

Man sollte nicht gleich von einem Wunder reden, aber die oben genannten Maßnahmen wirkten. Schon im nächsten Spiel gegen den Tabellenzweiten Dachau wuchs man über sich hinaus und war einer Sensation ganz nahe. Der Respekt und die Anerkennung der Dachauer stärkten das Selbstvertrauen unseres Teams.

Getrübt wurde die Stimmung durch den tragischen Tod von Basketball-Idol Kobe Bryant in der darauf folenden Nacht. Keine Ahnung ob es da einen Zusammenhang zu dessen Vorbildrolle gab, aber ab jetzt zeigten die Jungs um die beiden Teamleader Alexander Chalusiak und Sebastian Woelki in jedem Spiel ihren vollen Siegeswillen und brachten immer 100% aufs Feld. Im Heimspiel gegen Passau gelang es sogar gegen einen starken Gegner, einen 10 Punkte Rückstand in einen verdienten Sieg umzuwandeln.

Die Revanche gegen BG Leitershofen wurde dann zum Fest. Erstens, weil die TVA Fans lauter waren als das Publikum der Heimmannschaft und zweitens, weil nun auch der direkten Vergleich gewonnen wurde, und das auch noch in der Overtime, und obwohl sich die Leitershofener zur Rückrunde noch mit einen US-Amerikaner verstärkt hatten. Besonders wertvoll war auch Timothy Cobb, Augsburgs Neuzugang, den die Gastgeber nicht auf der Rechnung hatten.

Spätestens nach diesem Sieg war die Spielfreude des TVA endlich wieder vollends hergestellt. Den dritten Sieg in Folge erzielten die Augsburger dann eine Woche später gegen Weilheim in der komplett gefüllten TVA Halle. Nahezu im Spielrausch erzielte man bereits 29 Punkte im ersten Viertel und lies den Gästen keine Chance.

Im nächsten Spiel empfing man den Tabellenführer Unterhaching und konnte auch hier sehr gut mithalten. Trotz Niederlage fühlte es sich wie ein Sieg an, da man das Bestmöglichste daraus machte und es auch phasenweise sehr gut gelang, die Gegner unter Druck zu setzen.

Nachdem man gegen die Tabellennachbarn Leitershofen und Wilheim gewonnen hatte, folgte nun das dritte von vier Endspielen um den Klassenerhalt in Neumarkt. Wie selbstverständlich, und als wenn es nie eine so schwierige erste Saisonhälfte gegeben hätte, spielte man tollen Teambasketball und zog durch den Sieg in der Tabelle an allen vorbei auf einen hochverdienten Nicht-Abstiegsplatz. Erinnerungswürdig war auch der letzte Korb dieser Saison: Mit nur 1 Sekunde Zeit auf der Shotclock wurde vom Einwurf aus ein Pass in der Luft direkt von Zink zu Chalusiak weiter gespielt, der den Ball sofort erfolgreich in den Korb weiter tippen konnte. "Wir einigten uns hinterher drauf, dass es Absicht und kein Zufall war", schmunzelte Coach Martini.

Wie gern hätte man im nächsten Heimspiel gegen Milbertshofen den Fans noch einmal eine Show geboten und den Lauf der erfolgreichen Endspiele fortgesetzt. Hätte hätte, Fahrradkette. Der Ligabetrieb wurde inzwischen endgültig beendet. Es gibt keine Absteiger und wie mit den Aufstiegsrechten verfahren wird, ist noch offen.

Wir bedanken uns bei allen unseren zahlreichen und lautstarken Fans für die riesige Unterstützung. Alles in allem war es eines der spannendsten und emotionalsten Basketballjahre aller Zeiten und wir freuen uns auf die nächste Saison. Bis dahin wünschen wir Euch allen viel Gesundheit und alles Gute !


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