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Der FC Augsburg steht nach der Saison am Scheideweg

Verfasst am Samstag, 14. Mai 2022, 12:18 Uhr von Moritz Winkler
Vorlage Webseite FCA Kolumne

Ein Fazit über die Saison in der Bundesliga, den Klassenerhalt, die Trainerfrage, dem Kader und den Nachwuchs des FC Augsburg.

Seit der letzten Woche ist es nun endgültig offiziell: Der FC Augsburg spielt auch im kommenden Jahr wieder erstklassig und das trotz einer 0:4 Niederlage gegen RB Leipzig. Ein Umstand, der sinnbildlich für die vergangenen Spielzeit steht: Zwar hat man wieder einmal das Minimalziel Klassenerhalt erreicht, doch richtig überzeugend waren die Auftritte der Fuggerstädter nur selten.

Daher dürften einige Fans auch mit Skepsis auf die kommende Spielzeit blicken, denn mit dem Schalke 04, Werder Bremen und dem HSV könnten gleich drei Schwergewichte des deutschen Fußballs in die Bundesliga zurückkehren. Der Kampf um den Klassenerhalt könnte sich daher auch für den FCA nochmal deutlich verschärfen.

Deswegen gilt es nun umso mehr, die letzte Spielzeit sorgfältig aufzuarbeiten und sich für die anstehenden Aufgaben neu auszurichten. Eines ist klar: Der FC Augsburg steht am Scheidweg und bereits jetzt gibt es viele offene Fragen.


Die TrainerfrageFangen wir mit dem offensichtlichsten an: Der Trainerfrage. Als Markus Weinzierl vor einem Jahr den FC Augsburg übernommen hatte, unterschrieb er seinen Vertrag nur bis in den Sommer 2023. Sowohl von der Vereins- als auch von Trainerseite war das erwünscht. Man wollte nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen und erneut einen Fußballlehrer längerfristig verpflichten, sondern erstmal die sportliche Entwicklung abwarten. Und die ist nach einem Jahr Amtszeit ausbaufähig.


Ja, der Klassenerhalt wurde erneut sichergestellt und die Mindestanforderung damit erfüllt, doch auch unter dem 47-jährigen Trainer stockt die fußballerische Entwicklung bei den Schwaben. Gerade im eigenen Ballbesitz bleibt der FC Augsburg zu blass und ideenlos, besonders in den Spielen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten wurde das immer wieder zum Faktor. Nach elf Jahren in der Bundesliga reicht es eben nicht mehr aus, sich rein auf das eigene Umschaltspiel zu verlassen.


Die Stagnation spiegelt sich auch in der aktuellen Bundesligatabelle wider. Vor dem letzten Bundesligaspieltag hat der FCA in dieser Saison 35 Zähler geholt, zum Vergleich: Die vorherige Spielzeit beendete man mit 36 Punkten.


Trotz dieser Statistiken spricht manches auch für eine Verlängerung Weinzierls. Zweifelsohne hat der altgediente FCA-Trainer auf emotionaler Ebene wieder Leben in die Mannschaft gebracht. Aus Spielerkreisen hört man immer wieder, dass die interne Stimmung gut ist. Man präsentiert sich als Einheit, die füreinander kämpft und kratzt, auch wenn es einmal nicht so gut läuft. Beim FC Augsburg war das schon immer ein Schlüssel für den Erfolg. Hinzu kommt, dass man bei einem Verbleib Weinzierls endlich Kontinuität auf der Trainerposition schaffen und längerfristig planen könnten, was man sich in Augsburg bereits seit Jahren erhofft. So oder so: Der FCA muss die Trainerfrage möglichst schnell klären. Denn der Coach spielt schließlich auch eine entscheidende Rolle bei der Kaderplanung.


Die Kaderfrage
Womit wir bei der Mannschaft angekommen wären. Noch vor der Saison galt der jetzige Augsburger Kader als der beste aller Zeiten. Geht man nach der individuellen Qualität und dem Marktwert der Spieler, dürfte das auch zweifellos zutreffen. Doch es kommt eben auch darauf an, wie ein solcher Kader zusammengestellt ist.


Und da taten sich beim FC Augsburg bereits am Anfang der Saison einige Schwächen auf. Gerade auf den Außenverteidiger Positionen fehlt es an Qualität. Auch im Mittelfeld war man hinter den beiden Königstransfers Arne Maier und Niklas Dorsch nicht breit genug aufgestellt. Das hat man vereinsintern anscheinend auch im Winter festgestellt, nicht umsonst bemühte sich die Schwaben bereits im Winter um eine Verstärkung im zentralen Mittelfeld. Und auch jetzt sondieren die Augsburger wieder den Transfermarkt: Angeblich ist man an Tom Krauß vom 1. FC Nürnberg interessiert, der in dieser Saison mehr als 30 Spiele für den Klub im defensiven Mittelfeld absolviert hat.


Hinzu kommt, dass der FC Augsburg in diesem Sommer vermutlich einige Abgänge kompensieren muss. Die Altgedienten Alfred Finnbogason und Jan Moravek werden den FCA mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen und auch Leihspieler Andi Zeqiri wird nach England zu Brighton and Hove Albion zurückkehren. Zudem kamen vor einigen Wochen Gerüchte über einen Transfer von Ruben Vargas auf, die Stefan Reuter allerdings dementierte.
Trotzdem: Der FCA wird seine Mannschaft im Sommer vermutlich auf einigen Positionen neu besetzen: Das ist Chance und Risiko zugleich. Auf der einen Seite können die Augsburger gezielt die Schwächen in der Mannschaft verstärken und Neuzugänge nach den Vorstellungen des Trainers verpflichten. Auf der anderen Seite müssen diese Spieler auch erstmal zum FC Augsburg kommen wollen und von anderen Vereinen für viel Geld losgeeist werden.


Die Jugendfrage
Eine Alternative zu teuren Transfers ist auch, Lücken in der Mannschaft mit Spielern aus der eigenen Jugend zu füllen, wie es beispielsweise der SC Freiburg seit Jahren erfolgreich macht. Obwohl man auch beim FC Augsburg in den letzten Jahren immer wieder die Bedeutung der Jugendarbeit betonte, gehörte das bisher kaum zur gängigen Praxis.


Doch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass auch der FC Augsburg über einige Talente in den eigenen Reihen verfügt. Nicht umsonst ist die U-19 bei den Fuggerstädtern in diesem Jahr Staffelmeister in der A-Junioren Bundesliga geworden. Möchte man diese jungen Spieler jedoch auch bei den Fuggerstädtern halten, muss man ihnen zweifelsohne auch eine Perspektive in der Profimannschaft aufzeigen. Welche Rolle spielt also jetzt die eigene Jugend für die Planungen in der kommenden Bundesligasaison? Auch diese Frage muss der Verein im Sommer mit Blick auf die weitere Zukunft beantworten.


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