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Bronze für Elena Apel beim Weltcup im französischen Pau

Verfasst am Mittwoch, 15. September 2021, 12:02 Uhr von AM
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Mit ihrem Erfolg beim Weltcup in Pau sichert sich die Schwabenkanutin Platz drei im Gesamt-Weltcup

Elena Apel ist beim Weltcup im französischen Pau im Canadier-Einer am Sonntag zu Bronze und damit ihrer ersten Weltcup-Medaille in dieser Disziplin gepaddelt. Damit holte die 22-jährige Augsburgerin die einzige Medaille an diesem Wochenende. Zudem sicherte sie sich damit Platz drei im Gesamt-Weltcup. Bei den Kajak-Wettkämpfen am Samstag zeigte Noah Hegge mit seinem sechsten Rang die beste Leistung aus deutscher Sicht. Eine unglückliche Berührung und damit zwei Strafsekunden kosteten den Augsburger die erste Weltcup-Medaille.

Während es in den Kajakläufen für Doppelstarterin Elena Apel am Samstag nicht nach Wunsch lief, konnte sie im Canadierboot fokussiert angreifen. Bereits im Halbfinale mit der drittbesten Zeit überzeugend, brachte die Kanu-Schwäbin konzentriert ihren Endlauf bis ins Ziel. Mit ihrem Start in den Halbfinallauf war sie nicht zufrieden, „das wollte ich im Finale auf jeden Fall ändern. Und ab Tor acht wollte ich meinen Halbfinallauf so gut es geht kopieren. Es ist mir gelungen, einen sauberen schönen Lauf zu fahren. Dass es am Ende auch noch für den dritten Platz im Gesamtweltcup gereicht hat, freut mich auch riesig. Am Ende bin ich sehr froh, der Drucksituation durch die WM-Quali standgehalten zu haben.“ Und, so ergänzt sie, „anscheinend ist dieses Jahr mein Bronzejahr.“

Der beste deutsche Kajakfahrer an diesem Wochenende, Noah Hegge, überzeugte bereits mit seinem Finaleinzug. Und fast wäre es sein erstes Weltcup-Edelmetall geworden. Hauchdünn ist der 22-jährige Augsburger an Bronze vorbeigepaddelt. Eine Berührung am letzten Tor kostete den Kanu-Schwaben seinen Triumph. „Das war sehr ärgerlich, das darf nicht passieren. Mein Paddel schert ein bisschen aus, ich hatte dann nicht mehr so richtig das Gefühl, wo die Stange ist und wo mein Paddel ist. Ich war auf den unteren Teil der Stange fixiert und nicht den oberen“, erklärte Hegge das Missgeschick. „Eine Medaille in meinen vierten Weltcup wäre ein Traum gewesen, aber es ist okay.“ Insgesamt sei er mit seinen zwei Weltcups vorige Woche im spanischen La Seu d’Urgell und an diesem Wochenende in Pau sehr zufrieden, bei denen es um den innerdeutschen Kampf um die Tickets für die Weltmeisterschaften in Bratislava (Slowakei) vom 22. bis 26. September ging. Dem Druck standgehalten, zweimal Finale, die nationale Qualifikation gewonnen – insgesamt zeigte sich der junge Augsburger damit sehr zufrieden. Dennoch, der Fünfziger vor einer Woche und der Zweier diesmal ärgerten ihn sehr. „Aber jetzt freue ich mich auf die WM“, um sich noch einmal mit den Besten der Welt messen zu können. Selbstkritisch resümierte Hegge nach den zwei Weltcup Wochenenden: „Ich weiß, dass ich noch eine Menge Arbeit vor mir habe.“

Kajak-Bundestrainer Thomas Apel resümierte nach beiden Weltcups: „Noah hat sich mit zwei Finalteilnahmen sehr gut verkauft. Sein Unachtsamkeits-Zweier am letzten Tor war natürlich sehr, sehr unglücklich. Ich denke, er ist einer, der auf dem richtigen Weg ist und auch verdient zur WM mitfährt. Elena war gestern eigentlich nicht enttäuscht. Man hat den Athletinnen den Qualifikationsdruck schon etwas angemerkt. Elena hat sehr auf Fehlervermeidung agiert, anstatt auf Attacke. Nachdem sie heute im Finale war, war diese WM-Qualifikation für sie dann durch und konnte dort befreit aufpaddeln und hat dann, denke ich, auch eine sehr gute Leistung abgerufen.“

Franz Anton als einziger deutscher Finalist im Canadier der Herren landete auf dem siebten Platz. Wegen seiner Torstabberührung am vorletzten Tor verpasste der 31-jährige Leipziger Platz drei. Dennoch war er mit seinem Finallauf zufrieden, denn es war ein Testen Richtung Weltmeisterschaften. „Ich habe ein gutes Finale gefahren, fand ich. Oben fuhr ich sehr ruhig, um den guten Einstieg zu wählen. Unten raus bin ich immer schneller geworden. An der einen Stelle habe ich kurz einmal die Ideallinie verloren.“ Die Berührung, so erklärte er, passierte, weil er das Tor zuvor im Gegensatz zu seinen Kontrahenten direkt gefahren ist. „Aber das wollte ich unbedingt probieren, weil es sehr schwer war. Leider hat es nicht so ideal geklappt, aber es war sehr gut, dass ich es probiert habe.“ Für die WM sei es so eine Generalprobe gewesen, um zu wissen, „dass man es ansetzen kann und weiß, was man vielleicht falsch gemacht hat.“

Ebenfalls im Finale der Canadier-Wettbewerbe der Frauen stand Lena Stöcklin. Die Leipzigerin paddelte auf den neunten Platz. „Ich bin so wahnsinnig zufrieden mit meinem Halbfinallauf. Unter dem Druck, das so ordentlich runter zu bekommen, hat mir gezeigt, dass ich noch Reserven habe. Ich habe mich riesig über das Finale gefreut, bin natürlich auch etwas geknickt, dass ich es dann nicht nochmal so ordentlich runter bekommen hab. Da fehlte mir dann vielleicht zu viel Finalerfahrung“, reümierte Stöcklin und ergänzte, „trotz allem ist es ein versöhnlicher Abschluss.“

Nach den beiden Weltcups in La Seu (Spanien) und an diesem Wochenende in Pau wird nun die WM-Mannschaft zusammengestellt. Die Olympia-Teilnehmer mit Ricarda Funk (K1), Andrea Herzog (C1) und Hannes Aigner (K1) waren bereits gesetzt, Sideris Tasiadis (C1) verzichtet. Ausschlaggebend für eine WM-Nominierung ist die Reihenfolge nach Weltcup-Punkten sowie ein Leistungsnachweis. Wer am Ende in die Slowakei fahren darf, wird abschließend im Trainerrat nächste Woche beschlossen.

Text: Uta Büttner - DKV
Bildquelle: Thomas Apel


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