TSV Friedberg siegt im Derby gegen den TSV Haunstetten

Sonntag, 24. September 2017 um 10:02

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Der TSV Friedberg siegt im spektakulären Derby, zwei rote Karten, ein spannendes, hochklassiges Spiel, das sich erst in den letzten Minuten entschieden hat, eine tolle Stimmung in der Albert-Loderer-Halle: Das Derby zwischen dem TSV Friedberg und dem TSV Haunstetten bot mitreißende und spannende Unterhaltung. Gewonnen hat es schließlich Friedberg mit 32:28 (12:13), weil die Herzogstädter sich nie aufgaben und am Ende mehr Körner hatten, während die Gastgeber in den letzten fünf Minuten nur noch sehr wenig zustande brachten.

Friedberg, das Andreas Dittiger beim Warmmachen mit einer Verletzung am rechten Fuß verloren hatte, startete schlecht. Die sehr offensive 3 – 2 – 1 – Abwehr von Haunstetten hatte den Rückraum gut im Griff, hinten halfen gleich drei vom Block ins Tor abgefälschte Bälle den Gastgebern dabei, mit 7:4 in Führung zu gehen. Nach zwölf Minuten jedoch sah das Derby den ersten großen Aufreger.

Zunächst kassierte Rechtsaußen Felix Augner eine Zeitstrafe, da er mit einer Entscheidung der Schiedsrichter nicht einverstanden war. Dies brachte wiederum Trainer Mirko Pesic dazu, die Diskussion zu suchen. Dafür kassierte die Friedberger Bank in kurzer Folge Gelb und eine Zeitstrafe, der TSV war damit in doppelter Unterzahl. Im direkt darauf folgenden Angriff sprang der Rechtsaußen von Haunstetten in seinen Abwehrspieler hinein, das Spiel lief weiter. Aber nur kurz, denn wenige Sekunden später zeigten die Schiedsrichter Trainer Mirko Pesic die rote Karte.

„Ich habe noch nie in meiner Karriere als Übungsleiter Rot bekommen und bin darum immer noch etwas niedergeschlagen“, sagte der Coach. „Alles, was ich in dieser Situation sagte, war: `War das kein Stürmerfoul?` Ich habe niemanden beleidigt und nur eine sachliche Frage gestellt. Weiter möchte ich diese Entscheidung aber nicht kommentieren.“

Friedberg war damit 4:8 hinten und drei Mann in Unterzahl. Das schien die Herzogstädter aber richtig zu motivieren. Haunstetten gab in wenigen Minuten seinen kompletten Vorsprung her, dank der verbesserten Defensive und eines stark haltenden Benjamin von Petersdorff glich der TSV nach 19 Minuten zum 8:8 aus.
Nach einer Auszeit fanden die Gastgeber kurzzeitig wieder besser ins Spiel und stellte auf 11:8, aber mit unbändigem Willen und einem späten Treffer von Paul Thiel ging Friedberg nur mit einem 12:13 Rückstand in die Kabinen.

Ganze drei Minuten dauerte es nach Wiederanpfiff, ehe Friedbergs bester Rückraumschütze Peter Haggenmüller die erste Führung für seine Farben schaffte. Vor der Pause hatten die Augsburger stets Vorteile, jetzt mussten sie sich viel stärker auftretenden Friedbergern erwehren und waren fast ständig im Rückstand. Mehrmals zog der TSV auf drei Tore davon, die Gäste kamen aber nicht weiter weg, da sich Haunstetten kampfstark präsentierte und zwei starke Torhüter in seinen Reihen wusste. Nach 52 Minuten sah Haunstettens Sebastian Smotzek Rot dafür, dass er Thomas Wagenpfeil bei einer Abwehraktion im Gesicht getroffen hatte.
So ging es trotz Zwischenständen von 19:16 und 24:21 mit einem 27:27 in die letzten fünf Minuten.

Zweimal hielt von Petersdorff vom Kreis, zweimal traf Friedberg danach. Jetzt agierten die Gastgeber zu hektisch und leisteten sich einfache technische Fehler in dem Bemühen, schnell zum Abschluss zu kommen. Dies entschied schließlich das Derby, vier Treffer in Folge zum 31:27 brachten den Herzogstädtern den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Den Endstand zum 32:28 (12:13) stellte Simon Lodemann mit einem herrlichen Trickwurf von Linksaußen her, nachdem er zuvor bereits mit Nervenstärke bei seinen vier Siebenmetern geglänzt hatte.

Die abschließenden Worte von Trainer Mirko Pesic waren voll des Lobes an sein Team: „Die Mannschaft hat sich nach den frühen Rückschlägen als Einheit präsentiert. Sie hat die richtige Reaktion gezeigt und sich mit großem Zusammenhalt und Kampfstärke den Sieg in einem packenden Derby verdient.“

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