Panther verlieren bayerisches Derby gegen EHC München

Samstag, 4. November 2017 um 13:37

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Vor 6139 Zuschauern, im ausverkauften Curt Frenzel Stadion, verloren die Augsburger Panther in einem hochklassigen und temporeichen Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister Red Bulls München mit 0:3

Mit Powereishockey begannen die Augsburger Panther die Begegnung und erarbeiteten sich in den ersten 10 Spielminuten etliche Torchancen. Der wichtige und verdiente Führungstreffer gelang dem AEV aber leider nicht. Entweder scheiterten Evan Trupp, Mark Cundari und Jaroslav Hafenrichter am sehr guten Münchner Torwart David Leggio oder sie verpassten den Torerfolg nur um Zentimeter. Aber auch die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt gut im Spiel und hatten ebenfalls Chancen durch Jaffrey und Pinizzotto, die aber der ebenfalls sehr gut haltende Jonathan Boutin im Augsburger Gehäuse sicher entschärfte. In der 14. Spielminute brachten die Panther die Scheibe mehrfach nicht aus dem eigenen Drittel und die Münchner nutzten diesen Fehler eiskalt zur Führung. Konrad Abeltshauser passte quer zum Ex-Augsburger Daryl Boyle und der hämmerte den Puck links oben ins Netz der Augsburger Panther. Doch der AEV hielt sofort wieder dagegen und durfte ab der 16. Spielminute nach einer Strafzeit für Patrick Hager in Überzahl agieren. Die Panther erzeugten sehr viel Druck auf das Münchner Tor, doch immer wieder fehlte der berühmte Zentimeter zum Erfolg. Die stimmungsvollen Fans und die Mannschaft versuchten alles, aber das Tor war wie vernagelt. Dass dies am heutigen Abend das einzige Powerplay für den AEV bleiben sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner in der ausverkauften Arena. Nach den ersten zwanzig effektiven Spielminuten führte der amtierende deutsche Meister aus der Landeshauptstadt glücklich mit 1:0.

Red Bulls im 2. Drittel die klar bessere Mannschaft
Waren die Panther im 1. Abschnitt noch auf Augenhöhe mit der hochkarätig besetzten Startruppe aus München, dominierten die Red Bulls das 2. Drittel komplett und von Beginn an. Teilweise konnten sich die Panther über mehrere Minuten nicht aus dem eigenen Drittel befreien. Doch die gute Abwehrarbeit und Goalie Jonathan Boutin verhinderten vorerst weitere Gegentreffer. Offensiv konnten die Augsburger nur ganz wenige gefährliche Konter setzten und das Münchner Tor kam kaum in Gefahr . In der 29. Spielminute musste AEV Verteidiger Arvids Rekis auf die Strafbank und diese numerische Überlegenheit nutzten die Gäste eiskalt zum 2:0. Der am heutigen Abend wieder als Verteidiger eingesetzte Yannic Seidenberg fand die Lücke in der Augsburger Abwehr und schoss den Puck von der blauen Linie in den rechten oberen Winkel.

Nach diesem Treffer, kamen die Panther wieder etwas besser ins Spiel und erarbeiteten sich Torchancen durch Mike Davies und Drew LeBlanc. Aber die Effektivität vor dem Münchner Tor war leider nicht genügend vorhanden. Dazu wusste Red Bulls Torhüter David Leggio immer die aus Red Bulls Sicht passende Antwort auf die Schüsse der Augsburger Panther. Auf der anderen Seite vereitelte „“Boots“ die Vorentscheidung für die Münchner mit einem sehr guten Save gegen Frank Mauer in der 35. Spielminute. Den Unmut der Fans zogen sich die beiden Hauptschiedsrichter in der 39. Spielminute zu, als sie Thomas Holzmann wegen angeblichen hohen Stocks für 2 Minuten in die Kühlbox schickten. Doch die Panther überstanden dieses zweite Unterzahlspiel zwar ohne weiteren Gegentreffer, mussten aber mit einem 0:2 Rückstand in die zweite Drittelpause.

München verwaltet Führung im letzten Drittel
Alle im Stadion wussten, nur ein schneller Anschlusstreffer bringt den Panthern noch einmal die Chance das Spiel zu drehen. Aber die cleveren Spieler von Red Bulls München ließen nur wenig zu. Einzig T.J. Trevelyan hatte den 1:2 Anschlusstreffer auf dem Schläger aber scheiterte wieder an David Leggio im Münchner Tor. Die Panther gaben zwar kämpferisch alles, aber gegen die Startruppe des deutschen Meisters reichte es am heutigen Abend einfach nicht. Die Gäste waren die bessere Mannschaft, dies mussten Fans und Mannschaft akzeptieren und das Glück war auch nicht gerade auf der Seite der Augsburger Panther.

Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 50. Spielminute, als die Red Bulls das dritte Überzahlspiel durch Maximilian Kastner zum 3:0 nutzten. Ab diesem Zeitpunkt war die Begegnung gelaufen und trotz aller Versuche gelang den Panthern selbst der Ehrentreffer nicht mehr. Sezemsky und T.J. Trevelyan scheiterten wie so oft an David Leggio im Münchner Tor. Als Panther Verteidiger Mark Cundari dann auch noch nur den Pfosten traf, war allen Besuchern im Stadion klar, heute klappt es einfach nicht mit einem Torerfolg. Die äußerst faire Begegnung mit insgesamt nur 8 Strafminuten ( Augsburg 6 München 2), endete dann mit einer 0:3 Niederlage für die Augsburger Panther. Es war bereits die 4. Heimniederlage für den AEV in dieser Saison, bei bisher 9 Heimspielen.
Nur die ca. 700 Fans der Red Bulls konnten ihr Team nach dem Erfolg bejubeln.

Coach Mike Stewart zufrieden, aber auch enttäuscht und frustriert
Panther Trainer Mike Stewart war wie schon öfters in den letzten Wochen mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, zeigte sich aber total frustriert über den Aufwand zum Erfolg und den Ergebnissen. Der Augsburger Trainer sieht natürlich auch die Probleme bei der Verwertung der Torchancen ( außer Berlin), glaubt aber fest an den Erfolg seiner Mannschaft in den kommenden Wochen. Im Laufe einer langen Saison gibt es solche Phasen , doch der Coach ist optimistisch, dass sich dies schnell ändern wird. Im letzten Spiel, vor der Länderspielpause in Schwenningen am kommenden Sonntag, fordert Mike Stewart einen Sieg von seiner Mannschaft, um mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen zu können. Zudem sind natürlich auch die 3 Punkte eminent wichtig gegenüber einem direkten Kontrahenten um einen Play off Platz. Mittlerweile stehen die Augsburger Panther unter dem Strich, auf Platz 11 mit 24 Punkten.

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