Grundsteinlegung für den neuen innovativen Sportpark

Dienstag, 16. Mai 2017 um 10:16

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„Grundsteinlegung!
Schon im Wort ist Substanz, Fundament, und auch Zukunft angelegt“, so startete Heinz
Krötz, der seit 28 Jahren den Post SV als Präsident führt, seine
Rede.

„Und wenn unser Herr Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und unser Sportreferent Dirk
Wurm an diesem Ereignis teilnehmen, geht es natürlich nicht nur um einen
Grundstein, sondern auch um einen Meilenstein und ein Stück Sportgeschichte in
Augsburg.“

Er resümierte über die aus dem Jahre 2009 stammende Idee, eines völlig neuen und
innovativen Sportparks, der zwar durch den Wegfall der Fußballfelder und der
Kindertagesstätte, etwas kleiner ausfällt, aus ursprünglich geplant war, der aber
immer noch alle nach dem Kriterienkatalog für den nachhaltigen Sportstättenbau zu
berücksichtigen ökologischen-, ökonomischen- soziokulturellen- und funktionalen
Qualitätsstandards enthält.

Neben dem Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und dem Sportreferenten Dirk Wurm
erschienen noch eine Reihe an Vertretern des Augsburger Rathauses, die Heinz
Krötz auch alle namentlich begrüßte:

Herrmann Köhler, Bildungsreferent
Bernd Kränzle, BLSV-Vizepräsident, MdL und Stadtrat.
Bürgermeister Paul Metz von Stadtbergen
Die Stadträte Willi Leichte, Peter Uhl, Ulrich Wagner, Anna Rasehorn, Peter
Grab und Gudrun Schulz (a.D.).
Robert Zenner, Leiter des Sport- und Bäderamtes

Heinz Krötz dankte den Genannten für die Unterstützung und vor allem für das
entgegengebrachte Vertrauen. Er versprach der Stadtführung, aber auch den vielen
Anwesenden Vereinsvertretern, dass der Post SV weiterhin alles daransetzen werde,
für die Augsburger Bürgerinnen und Bürger, für alle Postsportler, aber auch für alle
Vereine, ein guter, loyaler und stets fairer Partner zu sein.

Von den am Neubau beteiligten Firmen und Personen erschienen:
Architekt Peter Kögl, Dipl.-Ing. Rudolf Reisch, Olaf Künstner (Elektro-Planung),
Jörg Böhler (HLS-Planung), Florian Steiner (Erdarbeiten), Peter Hampp
(Brandschutz), Josef Lampert, Klaus Rehberger und Patrizia Grassl von der
PORR Deutschland GmbH.

Sichtlich erfreut zeigte sich unser Präsident auch bei der Begrüßung der weiteren
Geschäftspartner:

Dr. Rolf Settelmeier, Dr. Walter Eschle, Wolfgang Tinzmann, Barbara Hölze und
Nicole Gergen (alle Stadtsparkasse), Dr. Peter Lintner (IHK), Reinhold Demel
(Leiter der Arbeitsagentur Augsburg), Georg Schmid als Vertreter von Albert Weber
(Dehner), Dr. Andreas Settele von der gleichnamigen Steuerkanzlei, Stephan
Deurer (Sheridan-Tower – asset GmbH), Christian Schulze (VHS), Peter und
Martina Kragler (Kragler-Immobilien), Roland Werb und Alena Vogt (Deutschen
Telekom) sowie Thomas Kotnig und Raimund Völkl von der Hacker-Paulaner-
Gruppe.

Er bedanke sich hier im Besonderen für die heutige Teilnahme, aber auch für gute
und konstruktive Zusammenarbeit der zurückliegenden Jahre: „Nur wer gute, loyale
und belastbare Partnerschaften hat, wird langfristig erfolgreich sein. Und wir, meine
werten Sportfreunde, wir haben mit Ihnen verdammt gute Partner“.

Ebenso erfreut zeigte sich Heinz Krötz über die vielen Kolleginnen und Kollegen aus
dem Augsburger Sportbeirat: Sarah Ableitner, Wolfgang Appelt, Sabine Gentner,
Dr. Andreas Katzer (TSV Haunstetten), Robert Kratsch (SV Berheim), Hans-Peter
Pleitner (TSV Schwaben), Ingrid Taubert (DAV) und Hans Wengemeir (Polizei
SV).

Mit den vielen anwesenden Medien, stellvertretend hier genannt: Klaus Gronewald
von der KG Media factory (Unterföhring), a-tv Augsburg, Augsburger Allgemeine,
Augsburger Stadtzeitung, Sport-in-Augsburg, VMM-Verlag (B4B) und dem
Auenverlag fand diese Grundsteinlegung auch hohe Medienakzeptanz.

Am Ende eines kleinen Begrüßungsmarathons würdigte Heinz Krötz noch die
anwesenden Ehrenmitglieder Bürgermeister a.D. Theo Gandenheimer und Herbert
Vetter, sowie Pfarrer a.D. Herbert Mayr, Abteilungsehrenmitglied Bruno Schnitzer
mit Frau Doris sowie den Vorsitzenden des „Oldie-Stammtischs, Adolf Linse mit
Frau Marta.

Vereinsgeschichte:
Am 01.04.1907 wurde die Oberpostdirektion Augsburg gegründet. Für den stark
wachsenden Telefonverkehr wurde bereits 1924 die erste automatische Wählanlage
installiert. Schon 1925 wurde die Grottenau-Post zu klein und man baute ein
zusätzliches Gebäude in der Langenmantelstraße. Ab 1927 wurde in der Grottenau
das erste niederfrequente Drahtfunknetz Bayerns gebaut und es war gleichzeitig die
Geburtsstunde des heutigen Post SV Augsburg.

Waren es 26 sportbegeisterte Postler, die in den ersten Wochen des März 1927, im
Café Schachamayer zusammenfanden und am 14. Mai 1927 den Postsportverein
gründeten. Bereits im gleichen Jahr wurden noch die Handball-, Tennis-, Schwimm-,
Schwerathletik- und Leichtathletikabteilung gegründet. Und für damalige
Verhältnisse – also noch ohne Frauenquote – gründeten die vielen Postlerinnen
bereits die Gymnastik-Abteilung und eine Damenhandball-Abteilung. So wuchs der
Verein von Jahr zu Jahr und zeigte auch in seinen verschiedenen Sportzweigen
beachtliche Leistungen. So errang die Fußballabteilung nach einem Jahr die erste
Meisterschaft.

Auch die Alpinisten fanden sich bald zusammen und schufen sich im Oktober 1928
die erste Hütte in Starkatsgrund bei Immenstadt und ein Jahr später eine Hütte am
Oberjoch. Bald darauf folgte die Hütte „Hirtenbichl“ bei Oberstdorf und ein Haus in
Steibis, sodass für den heute immer noch aktiven Alpinen-Sport reichlich
Übungsstätten vorhanden waren. 1984 komplettierten wir mit der Hütte in Rinnen /
Tirol unsere „Berg-Immobilien“. Rinnen bewirtschaften wir noch heute sehr
erfolgreich.

Interessant war für viele der Anwesenden das Jahr 1943/44: Hier spielte der Post SV
in einer Kriegsspielgemeinschaft mit dem damaligen BCA – heute FCA – in der
Gauliga und wurden vor den Schwaben-Ritter Fußball-Meister. In dieser Zeit
mussten vor dem Anpfiff einer Begegnung oft erst die Bombentrichter zugeschaufelt
werden. Heute, in einer Zeit, in der in den unteren Ligen nicht einmal mehr
durchgängig Schiedsrichter vom Fußballverband organisiert werden, eigentlich
unvorstellbar.

Der Krieg nahm dem Verein alles, was man braucht, um einen Sportbetrieb
aufrechtzuerhalten. Zunächst einmal durften wir uns nicht mehr Postportverein
nennen. So waren die Postsportler gezwungen, ihre Arbeit nach dem Kriege unter
dem Namen ASV „Allgemeiner Sportverein Augsburg“ wiederaufzunehmen.
Mit großem Eifer wurden der Sportplatz in der Blumenstraße, der von Bombenkratern
zerstört war, ebenso wie auch die Tennisplätze, hinter der IHK liegend, welche das
gleiche Los ereilte, wieder in Ordnung gebracht.

Es wurde erneut eine Fußball-, Handball-, Schwimm-, und Alpine-Abteilung ins
Leben gerufen und diese fanden recht bald wieder viele Freunde und Anhänger. Die
Tennisabteilung feierte zu dieser Zeit unter dem Namen „Rot-Weiß Augsburg“ große
Erfolge.

1952, zum 25. Vereinsjubiläum gelang es, nach jahrelangen, mühevollen
Bestrebungen den alten, bekannten und erfolgreichen Namen „Post-Sportverein
Augsburg“ wieder zu erlangen. 1966 zog der Post SV auf sein Sportgelände in der
Grenzstraße um, wo 1994 auch die Tennisabteilung ihre Heimat fand.
Sportlich schafften die Fußballer 1966 den Aufstieg in die heutige Kreisliga-Klasse.
Zweimal scheiterten sie in Relegationsspielen zur damaligen Bezirksliga Süd.
Die Großfeld-Handballer spielten zwischen 1950 und 1970 größtenteils in der
Landesliga.

Tischtennis, dass auch heute noch sportliche Aushängeschild, gastierte zwischen
1966 bis 1972 in der 1. Bundesliga. 1967 wurden wir Deutscher Pokalmeister und
Europacup-teilnehmer. In den 80iger Jahren spielten die Blau-Gelben mit kurzen
Unterbrechungen 6 Jahre lang in der 2. Bundesliga Süd. Mit Martin Neß, Peter
Stähle, Dieter Voigt und Helmut Grob gehörten einige der bekanntesten deutschen
Tischtennisspieler zum Post SV.

1992 wurde aufgrund der Sponsorenaktivität der Deutschen Telekom AG bei unserer
Tischtennis-Abteilung, der Vereinsname in Post SV Telekom Augsburg e.V.
geändert. In der 30. Delegierten- und Mitgliederversammlung, genauer gesagt am
20.03.2015, wurde der Vereinsname „Post SV“ wieder von den Mitgliedern
beschlossen.

Zum 70. Vereinsjubiläum, 1997, war der Post SV Telekom mit annähernd 3.000
Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein in Augsburg. Aufgrund des Jubiläums,
gepaart mit 2 Deutschen Postmeisterschaften, gab es 5 Wochen lang Bierzeltbetrieb
in der Grenzstraße.

Durch die Auswirkungen der Postreform II schien im Jahr 2000 eine lange
Vereinstradition urplötzlich zu enden. Es war das entscheidende Jahr, in dem die
heutige Post AG an die Börse ging und alle nicht benötigen Liegenschaften
verkaufen wollte – darunter auch das Anwesen in der Grenzstraße.
Mehrere Millionen DM Ertrag war die Vorstellungen der Post und es begannen für
den Verein interessante und spannende Verhandlungen.
2001 konnte dann – mit großer Unterstützung des Verbandes der Post- und
Telekomsportvereine – dem zentralen Betriebsrat des Bundesministeriums, dem
BLSV sowie der Stadt Augsburg, das Anwesen in der Grenzstraße für 500.000 DM
erworben werden.

13 Jahre später wurde dann das Grundstück an Herrn Albert Weber (Dehner)
veräußert und somit die Basis für die zukünftige Heimat in der Max-Josef-Metzger-
Straße geschaffen.

Heinz Krötz beendete seinen geschichtlichen Rückblick mit einem Zitat von Heiner
Geißler: „Wer nicht über seine Zukunft nachdenkt, wird nie eine haben!“
„Wir, der Post SV und die Post SV-Stiftung, freuen uns heute mit Ihnen gemeinsam
unsere Zukunft feiern zu können – bodenständig – wie es sich für einen Sportverein
gehört!“

Abschließend danke Heinz Krötz seiner Familie, seiner Mutter Albertine und seinem
Bruder Thomas, die bereits 1966 die Grenzstraße zum ersten Mal aufsperrten.
Ebenso dankte er seiner Frau Erika und seinem Sohn Fabian, die aufgrund seines
ehrenamtlichen Ehrgeizes und Engagements, auf vieles verzichten mussten und
immer noch müssen.

Die Projektvorstellung übernahm Architekt Peter Kögl und Dipl.-Ing. Rudolf Reisch.
Im Anschluss folgte die Ansprache des Herrn Oberbürgermeisters:
„Diesen schwierigen Weg sind wir gemeinsam gegangen“, erörtere Dr. Kurt Gribl in
seiner Ansprache. „Umso mehr freut es mich, dass wir heute hier sind und dass wir
im Stadtrat mehrheitlich dieses Projekt mit über 3 Mio. € unterstützen werden.
Dr. Gribl befand auch das Engagement des Freistaats Bayern mit rund 2,4 Mio. €
und den Kapitaleinsatz des Post SV mit über 4 Mio. sehr positiv und nachhaltig.
Ebenso erfreute ihn die Anwesenheit von Paulus Metz, dem Bürgermeister von
Stadtbergen.

Das dreigeschossige Multifunktions-Gebäude, ist eine Antwort auf die
Anforderungen, welche die Gesellschaft an den Sport und die Freizeit-Beschäftigung
heute stelle. „Es ist ein gutes Best Practice Beispiel“ – so Dr. Gribl.
Dirk Wurm, der Sportreferent der Stadt, begann seine Ansprache sehr legere,
charmant und gewitzt. Auch er stellte die gute Zusammenarbeit und die Einmaligkeit
des Post SV- Projekts heraus.
Er dankte für das vorbildliche Engagement und das große Durchhaltevermögen, bei
einem nicht immer einfachen Weg.

Dirk Wurm skizzierte ferner den Sport- & Bäderentwicklungsplan und erwähnte dabei
auch, dass das Neubau-Projekt des Post SV schon vor Beauftragung der
Projektarbeit gesetzt war. Im redaktionellen Teil des Sport- &
Bäderentwicklungsplans wird das Post SV-Projekt von der Projektgruppe unterstützt
und befürwortet.

Der Vizepräsident des BLSV Bernd Kränzle bedankte sich zu Beginn beim
Präsidium und bei Heinz Krötz für sein herausragendes Engagement und für eine
bewundernswerte Beharrlichkeit.
Er erzählte von seinen verschiedenen zeitlichen Eindrücken der letzten Monate, wie
die Stimmungsbilder von Heinz Krötz schwankten. Umso mehr freute er sich, heute
einen tiefenentspannten Vorsitzenden vorzufinden.

Er bezog in seinen weiteren Ausführungen Willi Leichtle mit ein, der einerseits beim
BLSV im Aufsichtsrat das Projekt des Post SV mit unterstützte, andererseits aber
auch in den örtlichen Koalitionsverhandlungen, eine Projektabsicherung zusammen
fokussierte.

Jeder der 160 Gäste zeigte sich zufrieden und assistierte neben den besten
Wünschen eine gute und bestens gelungene Veranstaltung.

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