Augsburger Panther unterliegen München im Derby

Samstag, 27. Oktober 2018 um 12:32

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Nach 6 Siegen in Folge und über 145 Minuten ohne Gegentor verlieren die Augsburger Panther gegen den amtierenden Deutschen Meister EHC Red Bull München mit 0:2. Die über die gesamte Spielzeit kampfbetonte und spannende Begegnung wurde es kurz vor Ende der regulären Spielzeit entschieden. Bis zur 56. Spielminute stand es 0:0 Unentschieden, ehe die Gäste die glückliche Führung erzielen konnten. Trotz dieser Niederlage wurde das Team von Mike Stewart von ihren Fans mit viel Beifall in die Kabine verabschiedet.

Ausgeglichenes Spiel im 1. Abschnitt

Mit viel Tempo auf beiden Seiten startete vor 6139 Zuschauern im ausverkauften Curt Frenzel Stadion das bayerische Derby in den ersten Spielminuten. Die größte Möglichkeit zur Führung vergab der derzeitige Scorerkönig der Panther Matt White in der 3. Spielminute im Alleingang. Auch München hatte seine Torchancen, aber AEV Torwart Olivier Roy zeigte wie gewohnt seine Klasse und gab seiner Abwehr die notwendige Sicherheit. Sein Gegenüber im Red Bull Gehäuse Danny aus den Birken hielt aber ebenfalls überragend und verhinderte die Führung der Panther mehrmals. Innerhalb von 60 Sekunden entschärfte der Münchner Goalie Schüsse von Drew Leblanc und Adam Payerl.

Auch im ersten Überzahlspiel kombinierten die Augsburger recht ordentlich aber brachten die schwarze Hartgummischeibe nicht hinter die Linie des Münchner Tores. In der 14. Spielminute war dann frühes Duschen für AEV Stürmer Sahir Gill angesagt. Nach einem Kniecheck gegen den Münchner Justin Schütz bekam der Kanadier in den Reihen der Panther eine 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt und das Spiel war damit für ihn beendet. Der AEV überstand die 5 Minuten dank aufopferungsvoller Abwehrarbeit und einem sehr guten Torhüter ohne größere Probleme und ohne Gegentor. Pech hatten dabei die Gäste mit ihrem ersten Lattenkracher durch Jason Jaffray. So endete das 1. Drittel, trotz Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos.

Im 2. Abschnitt das Spiel beidseitig auf Augenhöhe
In den ersten 10 Minuten des 2. Drittels waren die Red Bulls einen Tick aggressiver und zielstrebiger als die Augsburger Panther, konnten aber diesen Vorteil nicht zu Führungstreffer nutzen. Ab der 30. Spielminute wendete sich das Spiel und der AEV kam wieder besser in Partie. Leider gelang den Panthern auch in zwei Überzahlsituationen kein Tor. Matt White fehlten nur Zentimeter zum Jubel und auch in einigen weiteren Möglichkeiten fehlte die Effizienz und der letzte unbedingte Wille, um den notwendigen Erfolg feiern zu können. Aber auch die Münchner hatten mit dem zweiten Lattenkracher am heutigen Abend durch Frank Mauer nicht das nötige Glück. So sahen die Fans auch bis zur zweiten Drittelpause keine Tore.

Spannung pur im letzten Abschnitt
Das letzte Drittel durften die Panther noch für 41 Sekunden in Überzahl beginnen, doch trotz Tempo und dem notwendigen Druck scheiterten Simon Sezemsky und Adam Payerl an der unüberwindbaren Wand Münchens Torhüter Danny aus den Birken. In der 42. Spielminute trafen die Gäste dann zum dritten Mal das Aluminium des Augsburger Tores, durch einen Schuss von Verteidiger Keith Aulie. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Augsburger vehement in die Defensive gedrängt und hatten selbst kaum noch eigene Chancen. Nachdem die Red Bulls aber in der 53. Spielminute auch eine 2:1 Situation nicht zu einem Tor nutzen konnten, wurde eine Verlängerung immer wahrscheinlicher. Dies wäre nach dem bisherigen Spielverlauf auch durchaus in Ordnung gewesen.

Doch das Glück war auf Seiten des amtierenden Deutschen Meisters, in der 56. Spielminute drückte der 20-jährige Nachwuchsstürmer Max Daubner im Nachschuss das Spielgerät zum 1:0 in das Augsburger Gehäuse. 60 Sekunden später hatten die Panther durch eine Strafzeit für eben Max Daubner noch einmal die Möglichkeit in Überzahl zum Ausgleich. Panther Coach Mike Stewart ging volles Risiko, nahm seinen Torwart vom Eis und der AEV hoffte mit 6 gegen 4 Feldspieler den Gleichstand zu erzielen. Doch es sollte an diesem Abend, trotz drei weiterer guten Möglichleiten nicht gelingen. Kaum war der Münchner Nachwuchsstürmer wieder zurück von der Strafbank, passte Frank Mauer auf Max Daubner und der vollendete 14 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:0 ins verlassene Augsburger Tor.

Die Enttäuschung über die knappe Niederlage war zwar sowohl bei den Fans wie auch bei der Mannschaft für kurze Zeit nicht zu verbergen, doch dann feierte das Augsburger Publikum ihre Lieblinge für einen aufopferungsvollen Kampf gegen den Favoriten aus München. Trotz der Ausfälle hat der amtierende deutsche Meister halt doch eine überragende Qualität in ihrem großen Kader.
Zudem kann man eben ohne eigenen Treffer kein Spiel gewinnen. Nach 6 erfolgreichen Siegen in Folge, ist diese Niederlage sicher schmerzhaft, aber auch zu verkraften. Bereits in 48 Stunden haben die Panther die Gelegenheit im nächsten Heimspiel gegen die Kölner Haie die nächste Siegesserie zu starten.

Auch beide Trainer sahen eine ausgeglichene Begegnung, indem beide Mannschaften das Eis als Sieger hätten verlassen können. Panther Coach Mike Stewart bemängelte eigentlich nur den letzten fehlenden Biss vor dem gegnerischen Tor.

Generell war das Unterzahlspiel in 7 Minuten sehr gut, leider wurde in knapp 9 Minuten Powerplay kein eigener Treffer erzielt. Sicher auch ein Grund für die Niederlage gegen einen an diesem Abend durchaus schlagbaren Gegner.

Mit 25 Punkten belegen die Augsburger Panther jetzt Tabellenplatz 5 und können trotz des kleinen Rückschlags optimistisch am Sonntag die Kölner Haie empfangen.

Statistik:
Augsburger Panther: Roy- McNeill, Rekis ,Haase, Sezemsky, Lamb, Valentine, Rogl – Fraser,Schmölz, Ullmann, Hafenrichter, LeBlanc, Holzmann, Gill, Detsch, White, Payerl, Sternheimer, Stieler

Strafminuten:
Augsburg: 2+5+20 Strafminuten ( Gill)
München: 10 Strafminuten
Zuschauer: 6139 ( ausverkauft)

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