Augsburger Panther holen einen Punkt gegen Berlin

Montag, 24. September 2018 um 12:54

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Vor 4067 Zuschauern verloren die Augsburger Panther gegen den deutschen Vizemeister die Eisbären Berlin 1:2 nach Verlängerung. Nach der unglücklichen 1:2 Niederlage am vergangenen Freitag bei die den Red Bulls aus München, sorgte wieder eine sehr umstrittene Entscheidung der Schiedsrichter gegen den AEV für die Niederlage gegen die Eisbären.

Leichte Vorteile für die Augsburger Panther im 1. Drittel
Nachdem die Gäste aus der Hauptstadt durch Brendan Ranford die erste Chance des Spiels hatten, übernahmen die Panther die Initiative und hatten in der 8. Spielminute die Doppelchance zur Führung. Doch sowohl Matt White als auch Simon Sezemsky scheiterten an dem sehr guten Berliner Torwart Kevin Poulin. Nach einer weiteren vergebenen Torchance durch Sahir Gill, durfte der AEV zum ersten Mal in Überzahl agieren. Dabei lief die Scheibe aber zu langsam und schlampige Pässe verhinderten den notwendigen Druck und Gefahr auf das Berliner Tor.

Weit besser funktionierte das erste Unterzahlspiel ab der 15. Minute. Die Defensive stand sehr gut und bei einem schnellen Konter hatten Matt White und Brady Lamb sogar die Chance die Panther mit einem Shorthander in Führung zu bringen. Fehlende Effizienz und Berlins Goalie Poulin verhinderten das Vorhaben. Zum Ende des 1. Abschnitts dann sogar doppelte Überzahl für die Augsburger, die Panther agierten in dieser Phase mit 5:3 Spielern viel zu umständlich und kompliziert um den Puck über die Linie zu bringen. So blieb es nach 20 Minuten beim 0:0 Unentschieden.

2. Drittel geprägt von Faustkämpfen und steigender Emotion
Bis zur 26. Spielminute verlief die Begegnung ausgeglichen, dann ließ Panther Torwart Olivier Roy, mit seinem einzigen Fehler, einen Schuss von Michael Dupont fallen und die Scheibe blieb wohl minimal hinter oder auf der Torlinie liegen. Die Schiedsrichter Aleksi Rantala und Marc Iwert schauten sich minutenlang das Video an und kamen zu der Entscheidung Tor für Berlin. Nachdem die Szene auch im Stadion auf dem Videowürfel zu sehen war, folgten wütende Proteste von den Augsburger Verantwortlichen und den über 4000 Fans.

Bei den gezeigten Bildern hatte man im Stadion den Eindruck, der Puck war nicht in vollem Umfang über der Torlinie. Vielleicht sahen die Unparteiischen aber die Aktion aus einem anderen Winkel und fällten dadurch die sehr unglückliche und umstrittene Entscheidung gegen die Panther. Nach dem umstrittenen 0:1 kochten anschließend die Emotionen bei Fans und Spielern hoch. Die nächsten Minuten waren geprägt von etlichen Faustkämpfen und die Strafbänke wurden voll. Beide Mannschaften überstanden aber ihre Unterzahlspiele schadlos. Dabei ließ das Team von Coach Mike Stewart aber die notwendige Effizienz vor dem Berliner Tor vermissen um schnell den Ausgleich zu erzielen. Beide Torhüter hielten darüberhinaus überragend uns so endete das 2. Drittel mit einem 0:1 Rückstand für die Augsburger Panther.

Klare Vorteile für die Augsburger Panther im letzten Abschnitt
Das letzte Drittel begann wieder mit Powerplay Augsburg, aber das Berliner Tor schien am heutigen Abend wie vernagelt. Als die Fans schon fast verzweifelten, fiel in der 45. Spielminute endlich der langersehnte und verdiente Ausgleich für die Panther. Mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielte Simon Sezemsky mit einem Hammer kurz hinter der blauen Linie den vielumjubelten 1:1 Ausgleich. Das Momentum war auf Seiten des AEV. Berlin verteidigte das eigene Tor mit allen Mitteln und konnte sich dabei auf ihren erst in der letzten Woche neu verpflichteten überragenden Torwart Kevin Poulin verlassen. Auch bei zwei weiteren Überzahlspielen vergaben Thomas Holzmann und Matt White das entscheidende Tor zum Sieg.

Bei den wenigen aber durchaus gefährlichen Konterangriffen der Eisbären zeigte aber auch Panther Torwart Olivier Roy seine Klasse. Nach 60 Minuten stand es 1:1 Unentschieden und die Verlängerung musste bei 3:3 Spielern die Entscheidung über den Zusatzpunkt bringen.
In dieser Overtime hatten beide Mannschaften einige Chancen zur Entscheidung, es dauerte aber bis 90 Sekunden vor Ende der Verlängerung, ehe Berlins Stürmer Colin Smith freistehend den Puck unhaltbar für Roy im linken oberen Eck versenkte.

Trotz einer guten Leistung, mit leider zu vielen vergebenen Torchancen, mussten sich die Panther mit 1 Punkt gegen den Favoriten und deutschem Vizemeister begnügen.
Nach jetzt 4 Spielen gegen die wohl mit stärksten Mannschaften in der Deutschen Eishockey Liga haben die Panther zumindest 3 Punkte erkämpft.
Auch Coach Mike Stewart war zwar nicht mit der Punkteausbeute, aber mit den Leistungen seines Teams an diesem Wochenende zufrieden. Die Defensivarbeit war mit dem ersten Wochenende nicht zu vergleichen. Leider fehlte die notwendige Effizienz bei den vielen gut herausgespielten Torchancen, was den einen oder anderen zusätzlichen Punktgewinn verhinderte.
Die Chance auf den ersten Heimsieg in dieser Saison bietet sich bereits am kommenden Freitag um 19.30 Uhr, wenn die glänzend gestartete Düsseldorfer EG im Curt Frenzel Stadion zu Gast sind.

Augsburger Panther:
Roy- McNeill, Rekis, Lamb, Tölzer, Valentine, Sezemsky, Rogl – Schmölz, Stieler, Fraser, Payerl, Gill, White, Holzmann, Ullmann, Detsch, Sternheimer, LeBlanc, Hafenrichter

Strafzeiten: 12+10 White Augsburg – 26+10 J. Müller
Zuschauer: 4067
Tore: 0:1 M. Dupont ( 25:59) 1:1 S. Sezemsky ( 44:30) 1:2 C. Smith ( 63:30)

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